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Täter auf der Flucht

Gewalttat am Bahnhof Waghäusel: Opfer ist außer Lebensgefahr

Eine unruhige Nacht liegt hinter vielen Polizisten. Nach einer versuchten Tötung am Bahnhof in Waghäusel lief die Fahndung nach dem Täter unter Hochdruck. Nun gibt es die ersten Erkenntnisse.

Tatort Bahnhof Waghäusel: Hier wurde am Dienstagabend ein Mann vom Zug erfasst und schwer verletzt. Seither läuft die Fahndung nach dem Täter. Foto: Kurt Klumpp

Der Mann, der am Dienstagabend von einem unbekannten Täter ins Gleis am Bahnhof Waghäusel gestoßen wurde, ist außer Lebensgefahr. Die Polizei konnte ihn identifizieren. Es handelt sich um einen 54-jährigen Karlsruher. Die Fahndung nach dem unbekannten Täter allerdings blieb bisher erfolglos, so erklärt die Polizei am Mittwoch.

Großaufgebot an Polizei

Der Einsatz hat für Aufsehen gesorgt in Waghäusel. Vielen Bürger ist das Großaufgebot an Polizei und Rettungskräften nicht entgangen. Lange kreisten Hubschrauber am Dienstagabend über dem Ort. Laut Aussagen von Zeugen kam es am Bahnsteig gegen 18 Uhr zu Streit zwischen zwei Männern. Laut Polizeisprecher ist das Motiv für die Tat aber noch völlig offen, ebenso die Frage, in welcher Beziehung die Männer miteinander standen.

Nachdem der Geschädigte von dem bisher unbekannten Täter ins Gleisbett gestoßen worden war, versuchte er noch, auf den Bahnsteig zurück zu gelangen, wurde aber von einem heranfahrenden Zug erfasst. Der Mann wollte seinen Kontrahenten offenbar sogar noch daran hindern, wieder in Sicherheit und zurück auf den sicheren Bahnsteig zu gelangen. Das Opfer erlitt eine Oberschenkelfraktur, weitere Knochenbrüche und eine tiefe Fleischwunde. Rettungskräfte kümmerten sich um seine Versorgung vor Ort, ein Hubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus. Am Mittwochnachmittag meldete die Polizei dann: Es besteht keine Lebensgefahr mehr.

Noch am Dienstagabend aber begann eine Großfahndung nach dem Täter, der zu Fuß vom Tatort geflüchtet war. Die Polizei war mit 20 Streifenwagenbesatzungen und zwei Polizeihubschraubern im Einsatz. Der Gesuchte ist laut Zeugenaussagen 25 bis 30 Jahre alt, zirka 1,85 Meter groß und hat kurze Haare. Er war komplett schwarz gekleidet, wohl mit einem Jogginganzug der Marke Nike. Dazu trug er eine grüne OP-Maske. Er habe einen dunklen Teint und dunkle Haare, so informiert die Polizei weiter. Mit ihm war ein Begleiter. Er sei laut Zeugen etwa gleichen Alters, 1,80 Meter groß, mit kurzem Haar. Er war mit einem dunklen Trainingsanzug und möglicherweise weißen Schuhen bekleidet. Die beiden Personen liefen kurz nach der Tat vom Bahnhofsgelände in Richtung Eremitage. Die Fahndung ging am Mittwoch weiter. „Wir gehen jetzt den Hinweisen aus der Bevölkerung nach”, erklärt ein Sprecher die Vorgehensweise. Das Opfer konnte bislang noch nicht befragt werden. Der Bahnhof Waghäusel sei nicht kameraüberwacht.

Zeugen gesucht

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Kriminalkommissariat Bruchsal führen die weiteren Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts und bitten um Zeugenhinweise und den beiden beschriebenen Männern. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (0721) 666-5555 entgegen.

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