Skip to main content

42 Jahre Kommunalpolitik

Walter Heiler tritt bei Oberbürgermeister-Wahl in Waghäusel nicht mehr an

Bei der nächsten Oberbürgermeister-Wahl in Waghäusel werden die Weichen völlig neu gestellt. Der langjährige Bürgermeister teilte mit, nicht mehr als Oberbürgermeister kandidieren zu wollen.

Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler ist seit 1999 im Amt. Die nächste OB-Wahl ist am 6. März 2022. Jetzt hat sich der 67-Jährige erklärt. Foto: Daniel Streib

Der Waghäuseler Ortsverein der Sozialdemokratischen Partei wird sich für die nächstjährige Oberbürgermeisterwahl in der Großen Kreisstadt einen neuen Kandidaten oder eine Kandidatin suchen müssen. Amtsinhaber Walter Heiler (SPD) hatte zunächst bekanntgegeben, dass es vorgezogene OB-Wahlen geben soll.

Danach folgten Spekulationen, ob er noch einmal antreten werde. Am Montag erklärte Heiler nun, dass er bei der Wahl nicht mehr antreten werde.

„Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, da ich mit Herzblut Kommunalpolitiker bin“, sagte Heiler. Dieser Leidenschaft ging der gelernte Jurist 42 Jahre als Mitglied des Gemeinderats von 1980 bis 1999 und danach als Bürgermeister und seit 2013 als Oberbürgermeister nach.

Seine Amtszeit endet am 31. Mai eine Amtszeit wird am 31. Mai enden, da er wenige Tage zuvor seinen 68.G eburtstag feiern wird. Nach geltendem Recht könnte Walter Heiler bei den Neuwahlen am 6. März nochmals kandidieren. „Es ist gut, dass demokratische Ämter nur auf Zeit vergeben werden und immer wieder neu bestätigt werden müssen“, sagt der Rathauschef.

Mit der Bilanz seiner 22-jährigen Tätigkeit an der Spitze der Verwaltung zeigte Heiler sich zufrieden: „Die Einwohnerzahl stieg von 19.600 auf heute 21.800, wobei über 800 Bauplätze ausgewiesen wurden“, zählte der Rathauschef auf.

„Zudem sind in den letzten 15 Jahren die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze am Ort von einst 5.000 auf derzeit 7.500 gestiegen.“ Heiler bestätigt damit der Stadt Waghäusel eine aktive Ansiedlungspolitik. Dazu zählen unter anderem die Erweiterung der Firma Elektror sowie 2004 die Ansiedlung des dm-Verteilzentrums mit heute fast 1.000 Arbeitsplätzen.

Zu den größten Projekten seiner Amtszeit gehört die Umwandlung des ehemaligen Südzucker-Geländes sowie der Ausbau der Kinderbetreuung in Waghäusel, Wiesental und Kirrlach. Dabei lobte er die durchweg konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat, obwohl er dort als Sozialdemokrat nie eine politische Mehrheit hatte.

„Ich musste mir immer Mehrheiten suchen und auch Kompromisse eingehen“, blickt das Stadtoberhaupt zurück und betont: „In unserer Demokratie ist dies ein ganz normaler Vorgang, wobei insbesondere die Kommunalpolitik vom gegenseitigen Nehmen und Geben lebt.“

Wie sein Vorgänger Robert Straub vor 22 Jahren will sich auch Walter Heiler aus dem bevorstehenden Wahlkampf heraushalten.

nach oben Zurück zum Seitenanfang