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Segen via Briefkasten

Was sich für die Sternsinger dieses Jahr alles ändert

Die Sternsingeraktion auf alternativen Wegen: Wegen Corona ist in diesem Jahr einiges anders als sonst - auch die Vorbereitung lief für die Kinder nicht wie gewohnt.

Segen zum Selbermachen: Die Sternsinger werden 2021 nicht auf den Straßen unterwegs sein – aber der Segen kommt auf anderen Wegen. Foto: Armin Herberger

Auch für die Sternsinger fällt das Singen in diesem Jahr aus. Kein „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ oder „Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg“. Nicht einmal majestätisch gekleidete Kinderscharen werden am 6. Januar durch die Straßen ziehen, wie es in den katholischen Gemeinden am Dreikönigstag üblich ist.

Die Erzdiözese Freiburg weist auf die besondere Lage in Baden-Württemberg mit Kontaktbeschränkungen und Ausgangsbeschränkungen hin. Auf der Website www.ebfr.de betont die Bistumsleitung, „dass auch bei der Planung und Durchführung von alternativen Formaten die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen.

So sind neben den klassischen Hausbesuchen auch die Verteilung des Segens nicht möglich.“ Wenn aber nicht die Sternsinger die Segensformel „20*C+M+B+21“ mit Kreide über die Tür schreiben oder einen entsprechenden Aufkleber anbringen, so soll es zumindest Alternativangebote geben.

In Forst hat das Planungsteam immer mehr Ideen streichen müssen. Melanie Improta, die mit vier weiteren Müttern die Aktion für St. Barbara organisiert, hat bis zuletzt noch gehofft, die Kinder irgendwie einbinden zu können: „Im Pfarrbrief stand noch, dass kleine Gruppen unterwegs sein werden – das geht nun leider doch nicht.“

Jetzt werden die Segens-Aufkleber mit Überweisungsvordruck per Post verschickt, dazu ein paar Verse: „Auf ganz ungewöhnlichen Wegen kommt zu Euch und zu Ihnen der Segen. Wir grüßen trotz allem wie jedes Jahr: Behüte Euch Gott! Eure Sternsingerschar“. Es hilft jetzt, dass man sich seit einigen Jahren für den Sternsingerbesuch anmelden musste – andere Gemeinden müssen hier erst nachholen.

In Karlsdorf, Neuthard und Büchenau werden die Sternsinger innerhalb des Taschen-Projektes „Kirche für Zuhause“ sichtbar, im Eingangsbereich der Kirchen können die Taschen abgeholt werden. Neben Impulsen und Überweisungsvordruck ist auch ein Tafelaufkleber dabei sowie ein Stück Kreide, das Pfarrer Torsten Forneck gesegnet hat.

Damit kann dann der Segen selbst an der Haustür angebracht werden. Zudem ist eine Videobotschaft mit einzelnen Kindern auf der Homepage geplant, damit zumindest etwas Sternsingeratmosphäre in die Haushalte kommen kann.

Auch in Obergrombach hatten die Ministranten gehofft, unter Einschränkungen immerhin unterwegs sein zu dürfen. Angedacht war, dass kleine Gruppen ohne Gesang die Spenden sammeln, mit einer „Sternlänge“ Abstand – also den mitgeführten Stern am Stab als Maß. Letztlich kommt auch hier der Segen im Umschlag über den Briefkasten ins Haus, sofern man im Pfarrbüro bestellt hat.

Die Spendenaktion des Kindermissionswerks sammelt dieses Mal für Kinder von Arbeitsmigranten in der Ukraine und weltweit. Die Aktion wird bis zum 2. Februar verlängert. Weitere Informationen sowie Anregungen für ein coronakonformes Sternsingen gibt es unter www.sternsinger.de.

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