Ist nach dem Motorradunfall wieder im Dienst: Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen.
Ist nach dem Motorradunfall wieder im Dienst: Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen. | Foto: Bernd Kamleitner

Mergen spricht über Details

Baden-Badener OB nach Unfall: „Ich hatte einen Schutzengel“

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Sichtlich gerührt hat sich Baden-Badens Oberbürgermeisterin Margret Mergen (CDU) vor Journalisten für die große Anteilnahme nach ihrem schweren Motorradunfall bedankt. „Das trägt und hilft ungemein“, sagte die Rathauschefin an ihrem ersten Arbeitstag nach dem Unfall am 21. August. Damals waren sie und ihr Mann mit dem Motorrad schwer verletzt worden, weil ihnen eine Autofahrerin mit ihrem Wagen im Kreis Waldshut die Vorfahrt genommen hatte.

Das Paar war auf dem Rückweg „von einem sehr schönen Urlaub“, wie Mergen ausführte. Kurz vor der Rückkehr nach Baden-Baden nahm er für Mergen und ihren Mann  ein jähes Ende. Der Gatte der Oberbürgermeisterin liegt noch immer auf der Intensivstation der Uni-Klinik in Freiburg.

Ärzte kämpfen um Erhalt eines Beines ihres Mannes

„Die Ärzte kämpfen um den Erhalt seines rechten Beines“, führte Mergen aus. Sie selbst sei relativ glimpflich davon gekommen. „Ich hatte einen Schutzengel“, meinte die CDU-Politikerin. Ihr rechtes Bein sei geprellt worden, ein Zeh gebrochen, außerdem habe sie grüne und blaue Flecken davongetragen. „Aber nichts Schlimmes“, erklärte die Oberbürgermeisterin. Noch sei ihr Knie dick und das Treppensteigen beschwerlich, aber sie sei schon wieder beweglicher.

OB würdigt das Rathaus-Team

Vor Journalisten würdigte sie die Entlastung während ihres über zweiwöchigen  Ausfalls durch ihre beiden Stellvertreter, die Bürgermeister Alexander Uhlig und Roland Kaiser, sowie dem gesamten Rathaus-Team. „Ich hatte ein gutes Gefühl und konnte mich auf meinen Mann und mich konzentrieren!“  Die Mannschaft sei für sie auch ein Stück Familie und habe sie am Montag, dem ersten Arbeitstag nach dem Unfall, mit Blumen und Kuchen empfangen.

Sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung

Ihr Dank ging zudem  an die Bevölkerung für „sehr, sehr viel Zuspruch“ in unterschiedlichster Form, darunter Briefe, Karten, Blumengrüße und Nervennahrung. Auch ihre Familie habe sie sehr unterstützt. Für die Genesung brauche ihr Mann nun viel Geduld und einen langen Atem. Sie hoffe, dass er eine Reha am Standort Baden-Baden machen könne. Vorerst besuche sie ihn aber weiterhin einmal täglich in der Klinik in Freiburg. Daneben bleibe aber noch genug Energie für ihre Arbeit, sagte Mergen.

Paar war 29 Jahre unfallfrei mit Motorrad unterwegs

Das Motorradfahren war für Mergen und ihren Mann ein Leidenschaft. „Wir sind bis zum Schluss gerne gefahren“, sagte die Kommunalpolitikerin und verwies auf eine 29-jährige unfallfreie Zeit und über 200000 gefahrene Motorradkilometer. Die Unfallverursacherin habe ihr und ihrem Mann Genesungswünsche ausgesprochen und sich „mehrfach entschuldigt“.