Eichenprozessionsspinner
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben für den Menschen giftige Brennhaare, die allergische Schockreaktionen auslösen können. | Foto: ©h_lunke - stock.adobe.com

Eichenprozessionsspinner

Bretten: Fast 30 Schüler mit allergischen Reaktionen im Krankenhaus

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Wegen juckender Hautreizungen und Rötungen mussten 29 Kinder einer Brettener Schule am Freitagmittag ins Krankenhaus. Laut Polizei Karlsruhe vermutet man als Auslöser für die allergische Reaktion der Kinder die Härchen eines oder mehrerer Eichenprozessionsspinner.

Ein Tier, das auf dem Schulgelände gefunden wurde, erhärtet den Verdacht. Das Schulgelände umfasst Gebüsche und Baumbestände, dort könnten sich noch mehr Tiere befinden. Die Tiere haben für den Menschen giftige Brennhaare, die allergische Schockreaktionen auslösen können.

Die gefundene Raupe in Bretten. | Foto: Rebel

Die Schulleitung der Schillerschule alarmierte gegen 11.30 Uhr die Einsatzkräfte, nachdem die allergische Reaktion bei fünf Schülern aufgetaucht war. Die Kinder sollen zuvor in einem Gebüsch gespielt haben. Feuerwehr, DRK-Rettungsdienst und Polizei gingen zunächst von einem Chemieunfall aus, weshalb auch die Analytische Taskforce (ATF) der Berufsfeuerwehr Mannheim alarmiert wurde. Die Ursache ließ sich indes recht schnell ausmachen: „Wir gehen mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit davon aus, dass Haare des Eichenprozessionsspinners für die Vorfälle verantwortlich sind“, erklärte ein Experte.

Feuerwehr, DRK-Rettungsdienst und Polizei gingen zunächst von einem Chemieunfall aus, weshalb auch die Analytische Taskforce (ATF) der Berufsfeuerwehr Mannheim alarmiert wurde. | Foto: Rebel

Die Brettener Feuerwehr vermutete, dass die Kinder von den herabfallenden Haaren des Eichenprozessionsspinners in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Floriansjünger sperrten denn auch weiträumig das Areal ab und nahmen Proben der Raupen.

Kinder wurden in Krankenhäuser gebracht

Neben der Brettener Schillerschule wurde noch eine zweite Schule evakuiert. Neben Feuerwehrkommandant Oliver Haas und Schulbürgermeister Michael Nöltner war auch Oberbürgermeister Martin Wolff vor Ort und stellten sich den Fragen zahlreicher Journalisten. „Es sind insgesamt 29 Schüler betroffen“, erklärte der OB auf BNN-Nachfrage, „die gleich alle in Krankenhäuser gebracht wurden“. Das Gros sei aber inzwischen wieder zuhause bei den Eltern, gab der OB Entwarnung.
Er habe inzwischen den Brettener Bauhof beauftragt, die Nester der Raupen zu lokalisieren. „Dann werden wir einen Profi beauftragen, um die Übeltäter unschädlich zu machen“, erklärte Wolff gegen 14.30 Uhr, dem Ende des Einsatzes.

 

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