Familie Widak holte das zirka zehnjährige Stubentigerchen vor acht Jahren aus dem Tierheim zu sich nach Hause. Am Montag sollte per Ultraschall festgestellt werden, ob eines der beiden Projektile in Lebernähe Maßnahmen erfordere. | Foto: Privat

Schüsse in Ubstadt-Weiher

Kätzchen Sari immer noch in der Tierklinik

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Sie lag am Donnerstag nur herum und wollte nicht fressen. Da wusste ihr Frauchen Svenja Widak aus Zeutern, einem Stadtteil Ubstadt-Weihers, dass mit ihrer Katze Sari etwas nicht stimmte. Nun befindet sich das Tigerchen mit zwei Projektilen im Körper immer noch in der Tierklinik, wie Svenja Widak den BNN mitteilte.

Äußerlich war nichts feststellbar – aber als Fieber hinzukam und der Rat des Veterinärs, sie zwangszuernähren, nicht klappte, brachte Besitzerin Svenja Widak ihre Katze zur Tierklinik.

Aus dem Tierheim geholt

Familie Widak holte das zirka zehnjährige Stubentigerchen vor acht Jahren aus dem Tierheim zu sich nach Hause. Am Montag ergab der Ultraschall nichts Schwerwiegendes zum Projektil in Lebernähe. Sari darf, so Svenja Widak, also heute wohl nachhause.

500 Euro Belohnung

Das andere Projektil aber könnte Sari eventuell schon im Mai verletzt haben. „Da kam sie mal humpelnd heim“, erinnert sich Svenja Widak. „Aber das wurde wieder gut“, sagt sie. Es sei nicht mehr genau nachvollziehbar, von wann das Projektil stamme.

Die Familie lebt im alten Ortskern und kann es nicht glauben, dass jemand so etwas tut. Wie weit Sari läuft, wissen sie nicht genau. Auf Spaziergängen der Familie läuft sie allerdings manchmal mit bis in die Weinberge. „Aber wir wollen den Schützen finden und vor allem andere warnen.“ Es bleibe darum bei den 500 Euro Belohnung.

Svenja Widak hat den Fall am Montag beim Polizeirevier Bad Schönborn zur Anzeige gebracht. Dort sind aktuell aber keine ähnlichen Fälle bekannt.