Über die Saison hinaus hat sich Marvin Wanitzek beim Karlsruher SC noch nicht festgelegt. Ein schriftliches Angebot der Karlsruher liegt dem Mittelfeldspieler vor.
Über die Saison hinaus hat sich Marvin Wanitzek beim Karlsruher SC noch nicht festgelegt. Ein schriftliches Angebot der Karlsruher liegt dem Mittelfeldspieler vor. | Foto: GES

Bleiben oder gehen?

Diese zwei Spieler will der Karlsruher SC unbedingt behalten

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Marvin Wanitzek ist aktuell ein wichtiger Bestandteil des Karlsruher SC. Der Verein würde ihn gern behalten. Ein schriftliches Angebot liegt dem Mittelfeldspieler vor. Noch hat sich der 26-Jährige aber nicht entschieden. Doch im Wildpark gibt es noch eine weitere personelle Baustelle: Sportdirektor Oliver Kreuzer buhlt derzeit auch um eine Vertragsverlängerung von Torwart Benjamin Uphoff.

Es ist Woche für Woche zu verfolgen, auch am nächsten Montag im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue wird es so sein: Marvin Wanitzek läuft wie ein Uhrwerk. Der 1,79 Meter große Mittelfeldspieler ist buchstäblich der Dauerrenner im Team des Karlsruher SC.

Seit seiner Ankunft aus der Regionalligamannschaft des VfB Stuttgart im Sommer 2017 hat der gebürtige Bruchsaler für den KSC so viele Pflichtspiele absolviert wie kein anderer aus dem Zweitligakader von Alois Schwartz.

Konkret waren es 90 der 92 seither möglichen in der Zweiten beziehungsweise Dritten Liga. Und auch in der Rangliste der Laufleistungen repräsentiert Karlsruhes Zehner Liga-Spitze. Mit für ihn im Schnitt ermittelten 11,78 Kilometern pro Partie schneiden nur noch die Stuttgarter Santiago Ascacibar (12,23) und Philipp Förster (12,02), der Bochumer Anthony Losilla (12,18) und Manuel Prietl (11,96) von Arminia Bielefeld besser ab als er.

Wanitzek nimmt sich viel vor. „An erster Stelle“ wolle er verletzungsfrei bleiben. „Von Spiel zu Spiel“ will er seine Leistung abrufen und „natürlich auch etwas torgefährlicher werden, damit das eine oder andere Tor dazukommt“.

KSC will Wanitzek und Uphoff behalten

Oliver Kreuzer hat ihm vor einer Weile schon ein neues schriftliches Vertragsangebot vorgelegt. „Wir würden ihn gerne behalten“, bestätigt der KSC-Sportdirektor, der aktuell auch um eine längere Zusammenarbeit mit Torwart Benjamin Uphoff buhlt.

Im frühen und bislang unerhört gebliebenen Bemühen um deren Jawort verrät sich die Bewertung der sportlichen Leitung. Die beiden 26-Jährigen wähnt man längst nicht am Ende ihrer Entwicklungsmöglichkeiten.

Anpassung an die Zweite Liga sehr gut gelungen

„Marvin ist auch die Anpassung an die Zweite Liga sehr gut gelungen“, sagt KSC-Trainer Schwartz. Wanitzeks Traum war es einmal gewesen, als Profi das Trikot des KSC aufzutragen und damit in die Fußstapfen eines Massimilian Porcello zu treten, den er als Junge im Fanblock dereinst verehrte.

Läuft er auch über die Saison hinaus für die Karlsruher weiter? „Natürlich kann ich mir eine Vertragsverlängerung vorstellen. Ich bin hier in meiner Heimat. Die ersten Gespräche gab es bereits“, erklärt Wanitzek gegenüber dieser Zeitung.

Anfragen gibt es zwischenzeitlich „aus allen möglichen Richtungen“, sagt Murat Lokurlu. Im Klientenpool des Beraters ist Wanitzek, dessen Marktwert einschlägig mit 600.000 Euro beziffert wird, der vermeintlich teuerste Kicker.

Für Spieler sind viele Faktoren für Entscheidung wichtig

Eine ganze Reihe von Faktoren seien laut Lokurlu dafür entscheidend, ob man sich einige. „Dazu gehört auch die Frage, in welche Richtung es beim KSC geht“. In dieser Saison hat sich durch die Ankunft von Lukas Fröde und die sich dadurch ergebenden systematischen Umstellungen der Aktionsradius des Spielgestalters weiter nach vorne verlagert.

Seine nunmehr auch zuverlässiger und präziser getretenen Ecken und Freistöße gehören zu den zentralen Stilmitteln im Repertoire des KSC-Spiels unter Schwartz, was sich mit der körperlichen Präsenz im gegnerischen Strafraum gut verträgt.

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„Wir haben uns vor allem in den Abläufen verbessert. Wenn man sich vor dem jeweiligen Standard die Zeit nimmt, konzentriert und die Mitspieler ein gutes Timing haben, geht auch öfters mal einer rein“, sagt Wanitzek.

Zwei Torerfolge und sieben Assists stehen in Liga zwei bislang für ihn zu Buche. Dass er als Aushilfe am rechten Flügel weniger gut zurecht kommt, zeigte sich beim 2:2 auf St. Pauli. Am Montag wird er wieder ins Zentrum zurückkehren.