Marvin Pourie (KSC, rechts) und Benjamin Uphoff danken nach einem Spiel den Fans.
Benjamin Uphoff (l.) würde gerne mal wieder ein Spiel ohne Gegentreffer beenden. | Foto: Thomas Eisenhuth

Röser fällt länger aus

KSC: Fokus aufs Südwest-Derby

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Benjamin Uphoff hätte gerne öfter das gewohnte Zu-Null-Gefühl der vergangenen Saison. Zumindest würde er liebend gerne wieder mal ein Drittligaspiel ohne Gegentor beenden. In den jüngsten vier Pflichtpartien aber hatte der Torwart des Tabellenzweiten Karlsruher SC jedes Mal erst einen Ball aus seinem Netz zu holen, ehe seine Vorderleute die Konzentration hochschraubten.

„Ich glaube schon, dass das in gewisser Weise eine Kopfsache ist“, sagte Uphoff. Bei der Suche nach Gründen kann er nur mutmaßen: „Vielleicht ist das etwas Sorglosigkeit, auch dadurch bedingt, dass wir in den Spielen ja immer wieder zurückgekommen sind.“

Uphoff rechnet damit, dass die Sinne bei ihm und seinen Vorderleuten am Samstag (14 Uhr/SWR) zum Südwest-Gipfel gegen den 1. FC Kaiserslautern von Anpfiff weg geschärfter sein werden. Klar: Große Kulisse, große Emotionen, Prestige.

Rösers Schmerzen sind wieder stärker

Martin Röser wird dieses Flair nur als Zuschauer erleben. Wie sich zeigte, hatte er im Testspiel gegen FK Pirmasens vor einiger Zeit einen Rippenbruch erlitten und wird laut KSC-Coach Alois Schwartz für Wochen ausfallen. Nach seiner Einwechslung in Zwickau waren Rösers Schmerzen wieder stärker aufgetreten.

Dagegen trainierte der leicht angeschlagene Marvin Wanitzek am Donnerstag voll mit. Schon um 14 Uhr, zwei Stunden früher als vom Verein angekündigt, ging Schwartz mit den Spielern auf den KIT-Platz. Die paar Augenzeugen sahen ihn die Variante mit Christoph Kobald im defensiven Mittelfeld ausprobieren. Manuel Stiefler, wie Daniel Gordon zuletzt gesperrt, kam dafür über die rechte Seite. Burak Camoglu fiel für dieses Spielchen, das mit Blickrichtung Samstag nichts bedeuten muss, aus der A-Elf.

Kreuzer rechnet mit Steigerung

Für Freitag ordnete Schwartz kurzfristig an, dass unter Ausschluss der Öffentlichkeit geprobt werden soll. Oliver Kreuzer erwartet von der KSC-Truppe am Samstag ein entschlosseneres Auftreten als zuletzt im Osten. Sie spiele schließlich wieder in ihrem „Wohnzimmer“.

Maximal 20 500 Besucher passen auf die Baustelle Wildparkstadion. Über 17 000 Tickets waren zuletzt verkauft. Kreuzer erwartet, dass alle eine Schippe drauflegen: „Wir sind noch nicht auf dem Level, das wir letztes Jahr hatten.“ Die Mannschaft müsse und werde sich steigern, glaubt er.