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Auflagen eingehalten

Anti-Corona-Demo in Baden-Baden mit mehr als 1.000 Teilnehmern verläuft friedlich

An diesem Sonntag demonstrierten mehr als 1.000 Menschen in Baden-Baden gegen die Corona-Maßnahmen. Peter Hank, der für die Partei „Die Basis“ bei der OB-Wahl in Baden-Baden antreten will, bezeichnete die Corona-Impfungen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Bei der Anti-Corona-Kundgebung in Baden-Baden haben sich etliche Menschen auf der Reinhard-Fieser-Brücke versammelt. Foto: Dominik Schneider

Mehr als 1.000 Menschen haben am Sonntag in Baden-Baden gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Nach Angaben der Polizei verliefen die Kundgebung und der anschließende Demonstrationszug durch die Innenstadt friedlich. Die Auflagen der Behörden wurden größtenteils eingehalten.

Sonntag, Reinhard-Fieser-Brücke, kurz vor 14 Uhr: Auf der Brücke sind die leichten Klänge von Marius Müller-Westernhagens Rockballade „Freiheit“ über die Lautsprecher zu hören.

Die Demonstrationsteilnehmer versammeln sich nach und nach. Die „Regenschirm-Demo“ nach dem Vorbild Hongkongs wurde von der Bürgerinitiative „Aufrecht:Freidenken“ und der Partei „Die Basis“ organisiert.

Peter Hank nennt Corona-Impfungen ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

Auf der Kundgebung sprach auch Peter Hank, der in Baden-Baden Oberbürgermeister werden und für die Partei „Die Basis“ antreten will. Der 67-jährige ehemalige Leiter der städtischen Galerie Fruchthalle in Rastatt ist zudem Mitorganisator der wöchentlichen Demonstrationen. An diesem Sonntag bezeichnete er die Corona-Impfungen als „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und als „genozidales Experiment, in das nun auch noch unsere Kinder mit einbezogen werden sollen“.

Die Geimpften brauchen unsere Fürsorge.
Peter Hank, Mitorganisator der Demo

Im Völkerrecht ist das „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ ein Straftatbestand, der durch einen systematischen Angriff gegen eine Zivilbevölkerung gekennzeichnet ist. Ihm liege es fern, Geimpfte auszuschließen. „Die Geimpften brauchen unsere Fürsorge“, sagte Hank, der die „Geimpfte“ in drei Arten einteilt: den gleichgültigen, den heroischen und den reuigen Typ.

Insbesondere auf den Letzteren sollte man zugehen und in Gesprächen dafür sorgen, dass keine Folgeimpfung geschehe. „Wir wollen für Freiheit und Menschlichkeit zusammenstehen“, so der mögliche Bewerber auf das Baden-Badener Oberbürgermeisteramt.

Vergangene Woche sorgten Filmaufnahmen von Stern TV für Wirbel, die Hank bei einer Demonstration in Berlin im November 2020 zeigen, auf denen er mit geballter Faust lautstark zur Besetzung eines Wasserwerfer aufruft.

Flaggen, Aufkleber und Räucherstäbchen bei Kundgebung

Viele der Teilnehmer trugen einen gelben Aufkleber mit einem roten Herzen und der Aufschrift „Impf-Pflicht? Nein Danke!“ an der rechten Brust. Ein Pärchen zündete Räucherstäbchen an. Andere Teilnehmer wiederum sind mit der deutschen Flagge zur Kundgebung gekommen.

Für Liebe und Freiheit: Diese Teilnehmer der Anti-Corona-Kundgebung haben ihre Regenschirme entsprechend des Demo-Mottos gestaltet. Foto: Dominik Schneider

Bei einer Teilnehmerin stand auf einem Pappschild „Demokratieverfall stoppen.“ Auf einem roten T-Shirt eines Teilnehmers steht in weißer Schrift: „Ungeimpft, gesund, geächtet, genötigt, erpresst“.

Auflagen wurden bei Demonstration in Baden-Baden eingehalten

Die behördlichen Auflagen für die Kundgebung waren unter anderem anderthalb Meter Mindestabstand zwischen den Teilnehmern. Zudem sollten beim anschließenden Demonstration Dreier- und Vierer-Reihen gebildet werden, damit der Zug nicht so breit werden würde.

Die Polizei kontrollierte die Mindestabstände bei der Kundgebung regelmäßig und machte die Organisatoren auf Verstöße aufmerksam, die sofort reagierten. Die Teilnehmer trugen keinen Mund- und Nasenschutz. Nach dem Demonstrationszug durch die Stadt gab es ein offenes Mikrofon und Dialog. Die Organisatoren betonten, dass jede Meinung willkommen sei.

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