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Neue Tarifstruktur

Fahrgäste mit Handicap fahren in der Baden-Badener Merkur-Bergbahn wieder günstiger

Auf Beschluss des Betriebsausschusses dürfen Menschen mit Handicap und ihre Begleitpersonen künftig wieder zu vergünstigten Preisen auf den Merkur fahren.

Zurück auf Anfang: Die Tarifstruktur der Merkur-Bergbahn wird den gewohnten Bedingungen angepasst. Foto: Bernd Kamleitner

Fahrgäste mit Handicap nutzen die Merkur-Bergbahn ab sofort wieder zu vergünstigten Preisen. Wenn im Behindertenausweis eine Begleitperson vermerkt ist, darf auch diese zum Kindertarif auf den Merkur fahren und von dort den Blick über Baden-Baden genießen.

Die Tickets werden wieder zur gewohnten Tarifstruktur angeboten, das hat der Betriebsausschuss der Stadtwerke Baden-Baden am vergangenen Donnerstag einstimmig entschieden.

Stadtwerke rudern zurück

Nach den Sanierungsarbeiten der Merkur-Bergbahn war für Menschen mit Handicap der vergünstigte Ticketpreis zunächst weggefallen. Betroffene mussten demnach den vollen Betrag für die Fahrkarte zahlen und durften nicht mehr, wie vor den Modernisierungsarbeiten, vergünstigt mitfahren. Die Stadtwerke hatten damals nach einem Beschluss im Betriebsausschuss argumentiert, dass die Angebote der Merkur-Bergbahn keine Leistungen des öffentlichen Nahverkehrs seien.

Die Stadt will zu den früheren Bedingungen zurückkehren.
Alexander Uhlig / Erste Bürgermeister

Diese Tarifstruktur ist betroffenen Personen sauer aufgestoßen. Wie diese Zeitung bereits berichtet hatte, wunderten sich Menschen mit Handicap über diese Regelung. Mit der Aktualisierung der Tarifstruktur sind die Stadtwerke nun zurückgerudert. „Die Stadt will zu den früheren Bedingungen zurückkehren”, ergänzt der Bürgermeister Alexander Uhlig in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses.

Jahreskarte lohnt sich ab acht Fahrten

Cornelia von Loga (CDU) lobte die neugestaltete barrierefreie Merkur-Bergbahn. Sie wundert sich jedoch, dass Fahrgäste Tickets nicht vordatiert ziehen können, etwa um sie zu verschenken. Stefan Güldner, Leiter der städtischen Verkehrsbetriebe, verwies auf die Jahreskarte für 50 Euro. Helmut Oehler, Geschäftsführer der Stadtwerke, verriet, dass bereits 150 solcher Karten verkauft worden seien. Bereits nach acht Fahrten mit der Bahn rentiere sich die Dauerkarte, erklärt SPD-Stadtrat Werner Henn.

Stadtrat Kurt Hermann (Afd) beteuerte, dass die Strafen für fehlerhaftes Verhalten in der Merkur-Bergbahn zu lasch seien. Seiner Ansicht nach sollte das Verwarnungsgeld für das Hochlegen der Füße auf die Sitze von 20 auf 50 Euro erhöht werden. Da die Bahn ohne Personal betrieben werde, sei die Ahndung solcher Strafdelikte schwierig, erklärte Güldner.

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