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Antrag rückt in den Fokus

Fahrradallee in Baden-Baden: Bauausschuss spricht sich für Radler aus

Die Vision, in Baden-Baden eine durchgehende sichere Radwegeverbindung vom Bahnhof bis zur Geroldsauer Mühle zu schaffen, rückt weiter näher.

Der Traum vom Radler-Paradies in Baden-Baden wird immer konkreter. Durch ein Förderprogramm des Bundes könnten Schwachstellen beseitigt werden. Das Foto zeigt die jüngste Innovation: Die Eröffnung der verlängerten Fahrradstraße in der Lichtental Allee. Foto: Bernd Kappler

Einstimmig – trotz fleißiger Diskussionen – hat der Bauausschuss dem Gemeinderat empfohlen, dem Förderaufruf „Klimaschutz durch Radverkehr“ des Bundesministeriums für Umwelt und nukleare Sicherheit zu folgen und jetzt einen Antrag zu stellen. Eine Projektskizze aus Baden-Baden liegt in Berlin schon vor und von dort gibt es positive Signale, dass dem Antrag auch stattgegeben werden kann. 80 Prozent Bundesförderung und möglicherweise zehn Prozent aus der Landeskasse winken.

Gegenstand des Förderprojekts ist laut Stadtverwaltung die Planung und Umsetzung mehrerer Einzelmaßnahmen entlang der „Fahrradallee vom Bahnhof in Oos bis zur Geroldsauer Mühle“. Die Stadt: „Das Ziel ist, sich verstärkt hinsichtlich klimafreundlicher Mobilitätsformen auszurichten und hierbei insbesondere den Radverkehr im Freizeit- und Berufsverkehr zu stärken.“

In den vergangenen Jahren ist die Talachse bekanntlich für Radfahrer entscheidend aufgewertet worden. Aber, so unterstrich Fachbereichsleiter Rolf Basse vor dem Bauausschuss nochmals: Es gibt auch Schwachstellen.

Es gibt noch Gefahrenstellen in Baden-Baden

Fehlende Unterstellplätze für Fahrräder am Bahnhof zum Beispiel. Hier könnten 300 bis 350 Abstellmöglichkeiten neu geschaffen werden. Nicht immer haben Radfahrer Vorrang. Gefahrenstellen befinden sich auf der Grünen Einfahrt bei der Feuerwehr oder auch am Festspielhaus. Basse: „Das ist alles nicht verkehrssicher.“

Weiter geht es an der Fremersbergstraße, wo ebenfalls Radler im Nachteil sind. Und: Zwischen Brahmsplatz in Lichtental und Geroldsauer Mühle klafft eine Radweglücke, die vielleicht auch durch die angepeilte Sanierung in Oos geschlossen werden kann.

Die Kostenschätzung im Antrag geht von 3,2 Millionen Euro aus, wobei 80 Prozent aus Mitteln des Bundes erstattet werden könnten. Aber auch das Land sei im Boot. Zehn Prozent der Kosten, so Rolf Basse, könnten von dort bezuschusst werden.

Die Reaktion im Bauausschuss: Grundsätzlich positiv. Werner Schmoll (SPD) wollte wissen, wie das alles im Detail aussehe, während Klaus Bloedt-Werner (CDU) den Blick nach vorne richtete. Es sei keine Frage, den Antrag zu stellen, über Details müsse man dann reden, wenn der Zuschuss bewilligt sei. Sabine Iding-Dihlmann (Bündnis 90/Die Grünen): „Wir sind da voll mit dabei.“ Wolfgang Niedermeyer (FBB): „Wir sind sehr aufgeschlossen.“ René Lohs (FDP): „Wir sehen trotzdem Vorteile.“

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