Skip to main content

Voraussetzung für Förderung

Maßnahmenplan in Bühl: Es gibt eine lange Liste an Projekten zum Klimaschutz

Die Liste an Klimaschutz-Maßnahmen in Bühl ist lang, manchem Gemeinderat fast zu lang. Sie ist auch die Voraussetzung für eine weitere finanzielle Förderung der Stelle des Klimaschutzmanagers.

Martin Andreas ist seit rund einem Jahr der Klimaschutzmanager der Bühler Stadtverwaltung. Foto: Ulrich Coenen

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Bühler Gemeinderat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Stelle des Klimaschutzmanagers Martin Andreas weiter vom Bund bezuschusst wird.

2017 hatte der Gemeinderat ein Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht und die Einstellung eines Klimaschutzmanagers beschlossen. Zu dessen Aufgaben zählen neben dem Controlling und der Öffentlichkeitsarbeit das Projektmanagement zu ausgewählten Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept.

Am 1. Juni 2018 trat Monika Brudler die Stelle an. Nach ihrem Weggang blieb die Position von Februar bis September 2020 unbesetzt, ehe schließlich Martin Andreas die Arbeit in Bühl aufnahm. Für die ersten drei Jahre gab es einen Zuschuss des Bundesumweltministeriums von 65 Prozent. Für weitere zwei Jahre ist ab Anfang 2022 eine Förderung in Höhe von 50 Prozent möglich.

Förderung für Klimaschutzmanager in Bühl: 19 Maßnahmen stehen auf der Liste

Die Voraussetzung dafür ist ein Maßnahmenplan für das weitere Klimaschutzmanagement. Einen solchen legte die Stadtverwaltung jetzt dem Gemeinderat vor. Andreas listet darin insgesamt 19 Vorhaben auf, deren inhaltliche Bandbreite von der Klimaschule und „Bühl fährt Grün“ über die klimaneutrale Stadtverwaltung bis hin zu regenerativer Landwirtschaft reicht. Auf der Grundlage dieses Plans hat die Stadtverwaltung den weiteren Förderantrag eingereicht.

Im Gemeinderat herrschte Übereinstimmung, dass der eingeschlagene Weg weitergegangen werden müsse. Johannes Moosheimer (FW) sprach von einer „massiven Wandlung des Klimas“, deren Folgen „auch uns treffen können“. Er regte an, aus der Vielzahl der vorgeschlagenen Maßnahmen sich auf jene zu konzentrieren, „bei denen am meisten für das Klima zu erreichen ist“. Als Beispiel nannte Moosheimer Gebäudesanierungen.

Gemeinderäte in Bühl fordern Kontrolle der Klimaschutz-Maßnahmen

Margret Burget-Behm (CDU) stimmte zu, dass die Vielzahl unterschiedlicher Themen etwas problematisch sein könnte. Ihr fehlte indes ein wichtiger Aspekt. Das 1,5-Grad-Ziel sei in die Zukunft gerichtet, für die ältere Generation sei indes das Hier und Jetzt wichtig, „und da spielt Gesundheit eine Rolle“. Das Thema Umwelt und Gesundheit sähe sie gerne zusätzlich auf der Liste.

Thomas Wäldele (GAL) blickte auf die bisherige Förderphase zu und bemerkte: „Eigentlich müsste der Maßnahmenkatalog von damals abgearbeitet sein.“ Es seien aber noch viele Dinge „in der Pipeline oder noch nicht angegangen“. Er regte an, dass die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr den Gemeinderat darüber informiert, „was gemacht ist und was wir warum nach hinten geschoben haben“.

Die Maßnahmen sind keine Formsache. Es ist vielmehr unser Beitrag, den wir leisten.
Barbara Becker, SPD

Das befürwortete auch Barbara Becker (SPD): „Die Maßnahmen sind keine Formsache. Es ist vielmehr unser Beitrag, den wir leisten. Auch Lutz Jäckel (FDP) begrüßte die Verlängerung des Prozesses und betonte, dass auch die Kontrolle funktionieren müsse.

nach oben Zurück zum Seitenanfang