Skip to main content

Nutzung durch Soft Air-Schützen

Kriegsähnliche Spiele am „Schandfleck” Berghof-Ruine in Bühl sorgen für Kritik

Einst Luxushotel, später Drogenklinik, nun Trümmerhaufen: Verborgen im Wald bei Bühl ziehen die Reste des Berghofs Airsoft-Spieler und Liebhaber vergessener Orte an. Dabei will ein Verein das Erbe der Schwarzwaldhochstraße erhalten - was wird aus der einst noblen Adresse?

Nur noch Ruine: Der Berghof unterhalb der Schwarzwaldhochstraße brannte im vergangenen Jahrzehnt zwei Mal. Polizei und Feuerwehr gehen in beiden Fällen von Brandstiftung aus. Foto: Bernhard Margull

Der Berghof steht seit mehr als zwei Jahrzehnten verlassen im Schwarzwald. Nach zwei Bränden im vergangenen Jahrzehnt ist die frühere Fachklinik nur noch eine Ruine. Weil das Gebäude unmittelbar unterhalb der Schwarzwaldhochstraße im Wald verborgen liegt, ist die Aufregung nicht ganz so groß wie beim ehemaligen Kurhaus Hundseck. Offensichtlich ist der Berghof inzwischen ein Ziel für Airsoft-Spieler und Lost-Places-Fans.

Hansjörg Willig, der Vorsitzende des Vereins Kulturerbe Schwarzwaldhochstraße, sieht die Situation rund um den Berghof ausgesprochen kritisch. Die Ruine ist aus seiner Sicht ein Schandfleck. Willig kritisiert deren aktuelle Nutzung.

Nach seinen Informationen wird das Gelände gewerblich genutzt und Vereinen, beispielsweise aus Achern und Karlsruhe, für sogenannte Airsoft-Spiele zur Verfügung gestellt. Softair-Waffen sind Druckluftwaffen, die echten Waffen nachempfunden sind und täuschend echt aussehen können. In der Regel wird mit Kunststoffmunition geschossen. Bei taktischen Geländespielen treten mit diesen Waffen ausgerüstete Teams gegeneinander an.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang