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Viele Mitarbeiter im Homeoffice

Corona-Auflagen führen zu Einschränkungen: Murgtäler Rathäuser sind nur noch bedingt offen

Zwei Rathäuser im Murgtal bleiben eingeschränkt geöffnet, andere sind nur noch mit vorheriger Terminvereinbarung für die Bürger zugänglich.

Bürgerbüro weiterhin geöffnet: Im Rathaus Gaggenau sollen ansonsten Termine vereinbart oder Anliegen telefonisch geklärt werden. Foto: Slobodan Mandic

Eine BNN-Umfrage zeigt, dass die Gemeindeverwaltungen unterschiedlich reagieren, was ihre Dienstgeschäfte mit Blick auf die neuen Corona-Verordnungen betrifft. Auch bei den Gemeinderatssitzungen gibt es teilweise Änderungen: So verschiebt Forbach seine nächste Sitzung, Gernsbach verzichtet auf Ausschusssitzungen.

In Gaggenau bleibt das Rathaus weiterhin geöffnet – aber es gibt Einschränkungen. Das Bürgerbüro kann auch weiterhin ohne Anmeldung besucht werden, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit. Für alle anderen Ämter ist eine Terminvereinbarung vorgesehen und es werden jetzt wieder, wie bereits im Frühjahr, Behelfsbüros im ersten Obergeschoss eingerichtet.

Hat ein Bürger einen Termin vereinbart, meldet er sich an der Pforte; dann treffen sich Sachbearbeiter und Bürger in einem der Behelfsbüros. „Dies hat zum Ziel, dass die Bürger nicht durch das ganze Rathaus irren“, so die Pressestelle. Das Rathaus kann auch nur über den Haupteingang betreten werden.

Viele Mitarbeiter im Homeoffice

Im Erdgeschoss gilt ein Einbahnstraßensystem, das sich in Kombination mit Abstands- und Hygienemaßnahmen in den letzten Monaten bewährt habe. Verbessert habe sich auch die Situation an der Kfz-Zulassungsstelle. Diese sei nun die ganze Woche besetzt, biete aber die Dienstleistungen nur über eine Terminvereinbarung an.

„Seitdem gibt es nach unserer Beobachtung keine Wartezeiten mehr.“ Die Möglichkeit zum Home Office werde von den Rathausmitarbeitern sehr gut angenommen; zudem arbeiten systemrelevante Bereiche in Wechselschicht, sodass der Dienstbetrieb zu jeder Zeit gewährleistet sei, betont die Pressestelle Gaggenau.

In Gernsbach wird im Bürgerbüro nunmehr die neue Zehn-Quadratmeter-Regel aus dem Einzelhandel angewendet. Es wird für den Besuch im Gernsbacher Rathaus dringend empfohlen, vorab einen Termin zu vereinbaren, um Ansammlungen von Menschen und Wartezeiten zu vermeiden sowie Aufenthaltszeiten so kurz wie möglich zu halten, teilt die Pressestelle der Stadtverwaltung mit.

„Viele Anliegen lassen sich ebenso unbürokratisch telefonisch, per E-Mail oder per Post unter Einreichung der erforderlichen Unterlagen erledigen.“ Die Anzahl der Sitzungen sei auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert worden. Die Gemeinderatssitzungen finden unter strengen Hygieneregelungen statt, die Sitzungen der Ausschüsse seien abgesagt worden.

Verschlossene Rathaustüren

Auch die Gemeinde Forbach schränkt seit Monatsbeginn den Dienstbeginn im Rathaus ein; Besucherverkehr sei nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Vorzugsweise sollen Anliegen telefonisch oder per E-Mail geklärt werden, um die Infektionsrisiken zu reduzieren.

Die Gemeinderatssitzungen könnten auch unter Vorgabe der Corona-Verordnung durchgeführt werden, aber es gibt eine Verschiebung: Der Gemeinderat Forbach tagt nicht, wie ursprünglich geplant, am Dienstag, 10. November; die Sitzung entfällt aufgrund der steigenden Infektionszahlen. Ob die Sitzung am 17. oder 24. November nachgeholt wird, will die Verwaltung noch entscheiden, teilt Hauptamtsleiterin Margit Karcher mit.

In Weisenbach ist das Rathaus bereits seit 26. Oktober geschlossen. Termine seien nach Vereinbarung zu den normalen Öffnungszeiten möglich. Telefontermine oder ein Austausch über Mail haben Vorrang, sagt Hauptamtsleiter Walter Wörner. Für den Bürger entstünden durch Klärung per Telefon oder Mail oder Vereinbarung eines Termins keine Wartezeiten; das Infektionsrisiko im Rathaus werde aber für Mitarbeiter und Bürger minimiert.

Die nächste Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 5. November, findet wiederum in der Festhalle statt. Wörner: „Gremiensitzungen waren schon in der Vergangenheit möglich und ich gehe davon aus, dass diese auch in den kommenden Wochen möglich sind.“ Für die Festhalle habe sich das Hygienekonzept mit Abständen, Maskenpflicht bis zum Sitzplatz, Desinfektion und Dokumentation bewährt.

Bewährter Sitzungsort: In der Festhalle finden weiterhin die Gemeinderatssitzungen für Weisenbach statt, dort lassen sich die Auflagen gut umsetzen. Foto: Raimund Götz

Viel Platz in Gemeindehalle

Das Rathaus in Loffenau ist seit dem 27. Oktober nur noch zugänglich für Bürger mit Terminvereinbarung. Dort herrscht für alle Maskenpflicht - auf den Begegnungsflächen und in den Büros der Mitarbeiter (sofern mindestens eine weitere Person im Raum ist). Auswirkungen auf die Gemeinderatssitzungen gibt es zunächst keine, sagt Bürgermeister Markus Burger; in der Gemeindehalle sei genügend Platz, um die Abstände zu wahren.

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