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Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach sexuellem Fehlverhalten: Ortschaftsratssitzung in Gaggenau-Freiolsheim abgesagt

Die Ortschaftsratssitzung in Gaggenau-Freiolsheim ist wegen eines sexuellen Fehlverhaltens abgesagt worden. Nach BNN-Informationen soll sich ein Teenager im Beisein anderer Jugendlicher sexuell auffällig verhalten haben. Der Ortsvorsteher sagte die Sitzung ab, um der Verbreitung von Gerüchten entgegenzuwirken. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Überraschende Absage: Die Ortschaftsratssitzung in Gaggenau-Freiolsheim ist ausgefallen. Ursächlich sind das sexuelle Fehlverhalten eines Jugendlichen und dazu im Dorf kursierende Gerüchte. Foto: Joachim Kocher

Eine sexuelle Grenzüberschreitung unter Jugendlichen ist ursächlich für die abgesagte Ortschaftsratssitzung in Freiolsheim. Nach BNN-Informationen soll sich ein Teenager im Beisein anderer junger Menschen sexuell auffällig verhalten haben.

Weitere Details sind bislang noch unklar. Wie die BNN erfahren haben, ermittelt die Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Sie war am Montagabend für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen.

Sitzung überraschend abgesagt

Ortsvorsteher Ferdinand Schröder hatte die Sitzung am Mittwoch, 29. Juli, im Gaggenauer Stadtteil zur Überraschung aller Beteiligten kurzfristig abgesagt. Die Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.

Seine Kompetenzen hat Schröder damit nicht überschritten: Laut Gemeindeordnung hat ein Ortsvorsteher das Recht, eine Sitzung bis fünf Minuten vor Beginn abzusagen.

Die Absage der Ortschaftsratssitzung stand im Zusammenhang mit dem Vorfall, der kurz vor der Sitzung in Freiolsheim für Gerüchte sorgte.
Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt Gaggenau

Gegenüber den BNN machte Schröder am Montag keine näheren Angaben. Er wolle zuerst seine Ratskollegen informieren, bevor er an die Öffentlichkeit gehe.

Judith Feuerer, Pressesprecherin der Stadt Gaggenau, teilt auf Anfrage mit: „Die Absage der Ortschaftsratssitzung stand im Zusammenhang mit dem Vorfall, der kurz vor der Sitzung in Freiolsheim für Gerüchte sorgte.“

Stadtverwaltung Gaggenau ist bestürzt

Und weiter: „Da dem Ortsvorsteher damals wie heute nicht mehr Informationen vorlagen und er den Gerüchten durch fehlende Faktenlage nicht noch mehr Raum geben wollte, hatte er sich spontan für eine Absage entschieden.“

Zum Zeitpunkt der Sitzung seien sehr unterschiedliche Geschichten erzählt worden, die niemand habe verifizieren können.

Sie hätten allerdings bei Schröder und der Stadtverwaltung „für große Bestürzung gesorgt.“ Die Gedanken der Stadt seien bei dem/n Opfer(n), so Feuerer. In solchen Fällen gehe es vor allem darum, die Betroffenen zu schützen.



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