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Nach 100 Tagen im Amt

Thomas Twork sieht Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau gut für die Zukunft aufgestellt

Den Mercedes-Benz-Standort Gaggenau sieht Thomas Twork (47), Standortleiter seit Anfang April, auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Seine Werktage verbringt der Stuttgarter in Kuppenheim. Sport und Autos ziehen sich wie ein roter Faden durch sein Leben.

Der Neue unter dem Stern: Thomas Twork steht seit Anfang April an der Spitze des Mercedes-Benz-Werks Gaggenau. Foto: Mandic

Den Mercedes-Benz-Standort Gaggenau sieht Thomas Twork (47), Standortleiter seit Anfang April, auch für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Es sei ein großer Vorteil, dass im Werk sowohl Pkw- wie auch Truck-Programme bedient würden: „Damit können wir Marktschwankungen kompensieren“, so Twork in seinem ersten Pressegespräch an dem für ihn noch neuen Standort. Nur ein Beispiel: Aktuell werden in Gaggenau Klappen- und Rohbauteile für den Bau der A- und B-Klasse im Werk Rastatt gefertigt.

Der gebürtige Sachse Thomas Twork, der schon mehrere Stationen innerhalb des Daimler-Konzerns absolviert hat, zeigt sich mit Blick auf das Werk Gaggenau am Meisten vom Grad des Gestaltungswillens überrascht („Das macht diesen Standort schon besonders“); denn hier würden Veränderungsprozesse auf vielen Ebenen in Gang gebracht; auch der Betriebsrat mit Michael Brecht an der Spitze sei ein guter Partner, mit dem man Themen gestalten könne.

Standort verändert sich

Twork weiß, dass sich der Standort Gaggenau in seiner langen Geschichte schon sehr oft und weitreichend verändert habe, nennt die Verlagerung des Unimogs nach Wörth zu Beginn des Jahrtausends als einen dieser Einschnitte, die Gaggenau hervorragend gemeistert habe. „Der Standort hat bewiesen, dass wir Transformation können“, sagt Twork und deutet an, dass es konkreter werdende Überlegungen mit Blick auf die Produktpalette im Zuge der Elektromobilität gibt.

In der Vergangenheit waren wir euphorisch optimistisch.

Gaggenau hat zwar keine Entwicklungsabteilung (mehr), aber die Verzahnung der hiesigen Spezialisten mit den Entwicklern in Stuttgart sei sehr eng („Die etablierte Zusammenarbeit hier stimmt mich zuversichtlich“). Trotz mehrerer Wolken am Konjunkturhimmel hat er nur geringe Bedenken, was die künftigen Programmzahlen angeht: „In der Vergangenheit waren wir euphorisch optimistisch, jetzt sind wir vorsichtig optimistisch.“

Eine gute Auslastung verzeichnet das Mercedes-Benz-Werk Gaggenau, hier die Fertigung von Getriebekomponenten. Foto: Daimler

Roter Faden im Leben von Twork

Seine Hauptwohnung ist in Stuttgart; seit seiner Beförderung in die Werkleitung Gaggenau hat er aber auch eine Wohnung in Kuppenheim gemietet. Denn die stressige Fahrt in die Schwabenmetropole will er sich nicht täglich antun, so hat der Vater von drei Kindern auch mehr Zeit für sein Fitnesstraining. „Sport hat immer eine Rolle für mich gespielt“, sagt Twork, der früher nach eigenen Angaben die Leichtathletik als Leistungssport betrieben hat. Was sich ebenso wie der Sport als roter Faden durch seinen Lebenslauf zieht, ist das Interesse an Automobilen.

Das hilft Dir, manche Dinge hier zu relativieren.

Thomas Twork studierte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr in München. Er war insgesamt zwölf Jahre Zeitsoldat bei der Truppe („Eine interessante Zeit, die mich geprägt hat“), war als Gebirgsjäger in Bayern stationiert. Auslandseinsätze führten ihn unter anderem in den Kosovo, nach Mazedonien und nach Afghanistan und hinterließen Wirkung: „Das hilft Dir, manche Dinge hier zu relativieren.“

Unterwegs in Deutschland

Die Absicht, nach seiner Zeit bei der Truppe in die Wirtschaft zu gehen, realisierte Twork im Jahr 2003, als er als Trainee in Untertürkheim in die damalige DaimlerChrysler AG eintrat. Nach verschiedenen Stationen im Werk Untertürkheim verantwortete er ab 2013 die Produktionsplanung im Werk Hamburg, um 2015 wieder nach Süddeutschland zu wechseln.

Es ist eine fantastische Aufgabe.

In der Unternehmenssparte Daimler Trucks leitete er die Eisengießerei in Mannheim, seit 2017 stand er dort an der Spitze der Motorenproduktion für Nutzfahrzeuge. Dann kam der Ruf, bei dem er nach eigenen Angaben nicht lange überlegen musste: Mit dem Wechsel an die Spitze des Mercedes-Benz-Werks Gaggenau durfte er die Verantwortung als Standortverantwortlicher übernehmen: „Ich fühle mich wohl hier, es macht Spaß, es ist eine fantastische Aufgabe.“

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