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Bis Oktober 2024

Schutz vor Hochwasser: In Achern beginnen die Bauarbeiten an der Acher

Nach langer Planung beginnen die Arbeiten für eine bessere Absicherung der Acher vor Überschwemmungen. Dabei kommt es auch zu Sperrungen.

Ziemlich knapp: 2019 trat die Acher zum letzten Mal fast über die Ufer. Jetzt wird der Hochwasserschutz angepasst. Foto: Roland Spether

In der kommenden Woche beginnen im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg umfassende Arbeiten im westlich der Eisenbahnbrücke gelegenen Teil der Acher mit dem Ziel, den Hochwasserschutz zu verbessern. Zu feierlichen Eröffnung der Baustelle findet am Mittwoch, 27. Oktober, um 10 Uhr ein Spatenstich am Vereinsheim des Reitclubs statt.

Nach Fertigstellung soll die Acher ein Hochwasser ableiten können, das statistisch alle 100 Jahre auftritt. Bislang kann die Acher nur ein 20- bis 30-jährliches Hochwasser verkraften, ohne dass es in großen Teilen des Stadtgebietes zu Überschwemmungen kommt.

Flussbett wird breiter

Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Bereich zwischen der Bahnbrücke und dem Ende des Fautenbacher Gewerbegebietes. Hier soll das Flussbett um bis zu fünf Meter verbreitert werden.

Darüber hinaus wird die Sohle der Acher auf einer Länge von 750 Metern um 0,8 Meter vertieft. Auch die Deiche sollen erhöht werden, damit die Durchflussmenge steigt. Im unteren Abschnitt bis zum Acherknie wird ein 850 Meter langer neuer Schutzdeich insbesondere die Landesstraße 87, die Autobahnauffahrt sowie mehrere freistehende Gebäude vor Überschwemmungen schützen.

Auf den Start nach über 20 Jahren Planung und umfangreicher Flächensicherungen haben wir sehnlichst gewartet.
Klaus Muttach, Oberbürgermeister

Auch Belange des Umweltschutzes gingen in die Planung ein: Mehrere Fischaufstiege und andere Einrichtungen sollen dafür sorgen, dass Fische den Fluss hinauf wandern können und bei starker Strömung Deckung finden. Darüber hinaus soll das Flussbett an der Kreisstraße 5314 vertieft werden, um den Fischen auch bei Niedrigwasser einen guten Lebensraum zu bieten.

Wie das Regierungspräsidium mitteilt, werden die Arbeiten voraussichtlich im Oktober 2024 enden. Die eigentlichen Arbeiten am Fluss beginnen erst im kommenden Frühjahr. Vorher müssten die Baustelleneinrichtungen, Zwischenlagerflächen und Transportwege vorbereitet werden.

Rad- und Fußgängerweg werden gesperrt

Einschränkungen durch die Bauarbeiten werden vor allem Radfahrer und Fußgänger hinnehmen müssen. Der parallel zur Acher verlaufende Weg wird komplett gesperrt. Eine Umleitung soll eingerichtet werden.

Oberbürgermeister Klaus Muttach (CDU) teilt auf Anfrage seine Freude über den Beginn der Bauarbeiten mit: „Auf den Start nach über 20 Jahren Planung und umfangreicher Flächensicherungen haben wir sehnlichst gewartet. Wir freuen uns und hoffen, dass das komplexe Projekt weiter gut verläuft und die weitreichenden Hochwasserschutzmaßnahmen die weitere Entwicklung der Stadt begünstigen.“

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich voraussichtlich auf rund 17 Millionen Euro. Drei Millionen werden von der Stadt getragen, den Rest finanziert das Land.

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