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Erster Ausfall seit 1991

GroKaGe sagt Rastatter Fastnachtsumzug ab

Die meisten Fastnachtsveranstaltungen im Raum Rastatt sind schon abgesagt. Einen letzten Funken Hoffnung gab es noch für den Fastnachtsumzug am 14. Februar. Doch auch der ist jetzt erloschen.

Abgeblasen: Die Narrenparade durch Rastatt am Fastnachtssonntag findet 2021 nicht statt. Foto: Collet

Die Große Karneval-Gesellschaft Rastatt (GroKaGe) hat ihren Fastnachtsumzug im kommenden Jahr abgesagt. „Die Gesundheit der Bürger ist jetzt wichtiger“, sagt Jochen Fuchs, der Vorsitzende des Umzugskomitees. Bis zuletzt hätten die Narren gemeinsam mit der Stadt Rastatt nach einer Möglichkeit gesucht, wie der Umzug am 14. Februar 2021 doch hätte stattfinden können. „Die Entscheidung ist uns schwergefallen“, sagt Fuchs. Doch die GroKaGe sehe sich in der Verantwortung.

Es wäre die 56. Auflage der Traditionsveranstaltung gewesen. Es ist das erste Mal seit 1991, dass der Umzug ausfällt. Damals wurde die fünfte Jahreszeit wegen des Golfkriegs abgeblasen.

Zusammenhalten und aufeinander aufpassen ist das Beste, was wir jetzt tun können.
Jochen Fuchs, Umzugskomitee GroKaGe

Die Absage bedeutet wegen der wegfallenden Einnahmen durch Eintrittsgelder auch einen finanziellen Verlust für die GroKaGe. Da auf der anderen Seite aber auch keine Ausgaben entstünden, sei das Minus unterm Strich für den Verein verkraftbar, sagt Fuchs. Er hoffe, dass dafür 2022 umso kräftiger gefeiert werden könne. Nun sei aber Zusammenhalten und aufeinander aufpassen „das Beste, was wir jetzt tun können“.

Ihre große Fastnachtssitzung in der Badner Halle hatte die GroKaGe bereits im Mai gestrichen. Als Trostpflaster war eine kleine Gala mit abgespecktem Programm in der Badner Halle am 2. Februar geplant. Doch auch die sieht Präsident Roland Stadtfeld inzwischen gefährdet. Unter den aktuell geltenden Bedingungen sei die Gala nicht denkbar. Eine Entscheidung soll im Dezember fallen.

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