Skip to main content

Komponenten fehlen

Mercedes-Benz fährt erneut Kurzarbeit im Werk Rastatt

Für die Beschäftigten im Mercedes-Benz-Werk Rastatt gehört Kurzarbeit seit mehr als zwei Jahren zum Alltag. In der kommenden Woche ist es wieder so weit.

Montage im Mercedes-Werk Rastatt: In der kommenden Woche wird die Produktion gedrosselt. Foto: Mercedes-Benz

Die Fahrzeugproduktion wird aufgrund des Mangels an elektronischen Komponenten erneut heruntergefahren. Das bestätigte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der BNN.

„Die Fahrweisen-Anpassung wird für die Beschäftigten zum Teil über Arbeitszeitinstrumente ausgeglichen. Darüber hinaus wurde teilweise auch Kurzarbeit beantragt“, hieß es von einem Mercedes-Sprecher. Die Gesamtsituation bleibe „aufgrund der instabilen politischen Lage und anhaltender Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie volatil“.

„Eine Prognose, wann sich der Engpass auflösen wird, ist derzeit nicht möglich“, teilte der Sprecher weiter mit. Ende April hatte Mercedes-Chef Ola Källenius zum Thema Halbleiterknappheit aber gesagt: „Die Lage sollte sich dieses Jahr verbessern.“

Mercedes-Benz leidet nicht nur in Rastatt unter Corona

Corona hatte ab Frühjahr 2020 die weltweiten Lieferketten in der Automobilindustrie durcheinandergewirbelt, immer wieder musste Mercedes-Benz in der Folgezeit aufgrund des Mangels an elektronischen Bauteilen am Standort Rastatt, aber auch in anderen Werken die Bänder für einige Zeit stillstehen lassen.

Das Problem ist zu einem Teil auch hausgemacht. Weil die Fahrzeugbauer zu Beginn der Pandemie ihre Bestellungen bei den asiatischen Chip-Herstellern drastisch zurückfuhren, suchten die sich andere Kunden – vor allem im Bereich der boomenden Unterhaltungselektronik. Den fehlenden Kapazitäten rennen die Autohersteller beziehungsweise deren Zulieferer bis heute hinterher. Zwar sind die Halbleiterkonzerne derzeit dabei, neue Produktionsstätten zu errichten, doch dieser Prozess zieht sich über Jahre.

nach oben Zurück zum Seitenanfang