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„Rastatter Budenzauber“

Mini-Weihnachtsmarkt in Rastatt kommt auch ohne Alkohol gut an

Auch in Rastatt fällt der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr aus - wegen Corona. Der Ersatz - „Budenzauber“ genannt - ist ein kleiner, aber feiner Trost - der bei den Menschen zumindest für ein bisschen Weihnachtsstimmung sorgt.

Familie Bartylla will die Schausteller mit ihrem Besuch unterstützen. Foto: Stephan Friedrich

Etwas verloren stehen die drei Verkaufshütten des „Rastatter Budenzaubers“ auf dem Platz hinter der katholischen Stadtkirche St. Alexander. Während die einen froh sind, dass überhaupt etwas Weihnachtsmarktstimmung in der Innenstadt Einzug gehalten hat, trauern andere dem Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz und vor allem der Schlossweihnacht nach. Beides kann wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden. Die BNN wollten von den Passanten wissen, wie die Besucher den Budenzauber bewerten und ob Glühwein auch alkoholfrei schmeckt.

„Besser etwas als gar nichts“, fasst Wilhelm Bardon die Situation zusammen. Dass es keinen „echten“ Glühwein gibt, bedauert er, kann es auf Grund der nach wie vor hohen Infektionszahlen aber auch verstehen. „Die Situation ist halt so, da muss jeder das Beste draus machen“, meint Bardon und freut sich über seine Wurst, die er gerade an einem der Stände gekauft hat.

Wilhelm Bardon macht das Beste aus der Situation. Foto: Stephan Friedrich

„Trostlos, aber verständlich“, findet Nathalie Kaiser die aktuelle Situation. Wie viele andere hatte sie sich bereits damit abgefunden, dass es in diesem Jahr gar keinen Weihnachtsmarkt in Rastatt gibt. Da sei der Budenzauber zwar eine Notlösung, aber „besser so, als ganz darauf zu verzichten“, meint die Rastatterin und schlürft an ihrem alkoholfreien Glühwein. Gut schmecke dieser, erklärt sie.

„In diesem Jahr haben wir gelernt, uns auch über kleine Dinge zu freuen“, sagt Saskia Schildhorn. Ihre Kinder sind froh, überhaupt etwas Weihnachtsmarktstimmung erleben zu können, auch wenn die Eisenbahn und das Karussell ebenso fehlen wie die weihnachtliche Musik oder der beliebte Song-Contest.

Saskia Schildhorn freut sich über die kleinen Dinge. Foto: Stephan Friedrich

Dass die Tradition des Weihnachtsmarkts, wenn auch in sehr kleiner Form, in der Corona-Krise beibehalten wird, findet Silvia Hellmuth wichtig. Einige Stände mit Handwerkskunst wären toll gewesen, fügt sie noch hinzu, hat aber Verständnis, dass ein breites Angebot in diesem Jahr nicht möglich ist. So freut sie sich über den leckeren Glühwein, der auch ohne Alkohol sehr gut schmecke, wie sie versichert.

Silvia Hellmuth hätte sich über etwas Kunsthandwerk gefreut. Foto: Stephan Friedrich

„Da kann man sich auch einmal einen zweiten genehmigen und trotzdem mit gutem Gewissen ins Auto steigen“, schmunzelt Bernhard Heinrich. Sowohl die rote wie auch die weiße Version schmecke ihm sehr gut: „Ich kann es nur empfehlen und freue mich an dem, was in diesem Jahr möglich ist“, fasst er zusammen.

Bernhard Heinrich empfiehlt den alkoholfreien Glühwein. Foto: Stephan Friedrich

Den alkoholfreien Glühwein hat auch Petra Messner bereits getestet und ist begeistert: „Natürlich schmeckt er etwas anders, aber sehr gut“, betont die Rastatterin, die sich am Abend mit einer Freundin getroffen hat. Einfach mal wieder rauskommen aus den eigenen vier Wänden.

Ein bisschen Shopping – und das auch richtig erfolgreich („Wir haben in Rastatt alles bekommen, was wir gesucht haben“) – lautet die Devise an diesem Abend auch für Valentina und Friedrich Stumpf. Dass Ehepaar könnt sich noch eine kleine Erfrischung und nimmt beim Budenzauber auch etwas Süßigkeiten für die Enkel mit.

Den Süßigkeitenstand findet auch die neunjährige Nelly am besten. Gemeinsam mit ihre Eltern Nicole und Christoph Bartylla ist sie gerne beim Rastatter Budenzauber zu Besuch, auch wenn die sonst reichhaltige Deko, die Weihnachtskrippe und die Live-Musik in diesem Jahr schmerzlich vermisst werden: „Ein bisschen Weihnachtsstimmung kommt trotzdem auf“, versichert Nicole Bartylla.

Und der alkoholfreie Glühwein? „Der schmeckt sehr gut“, sagt Christoph Bartylla und zeigt wie zum Beweis zwei vollgefüllte Tassen, die er soeben gekauft hat. Es ist bereits die zweite Runde. „Uns ist wichtig, dass wir die Schausteller auch in diesen schweren Zeiten unterstützen“, sagt die Familie und genießt die Zeit auf dem in diesem Jahr etwas anderen Rastatter Weihnachtsmarkt.

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