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Präsenzunterricht und Schutzmaßnahmen

Land zieht nach zwei Wochen Bilanz: Sinkende Infektionszahlen und keine geschlossene Schule

Das Prinzip Präsenzunterricht steht oben an, hat die Landesregierung für den Schulstart nach den Sommerferien verkündet. Mit zahlreichen Maßnahmen will man Corona im Griff behalten. Was offenbar zu gelingen scheint.

Das Schutzpaket habe sich bewährt, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Foto: Bernd Weissbrod Bernd Weißbrod/dpa

Die Corona-Infektionszahlen an den Schulen im Land sind nach zwei Wochen Unterricht relativ niedrig – und dies auch noch mit sinkender Tendenz: Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) haben eine positive Bilanz des Schulstarts und des Präsenzunterrichts gezogen.

„Das Schutzpaket aus Testung, Maskenpflicht, Schutzmaßnahmen, Impfung und Luftfiltern hat sich bewährt. Aktuell ist keine Schule geschlossen“, zeigte sich der Ministerpräsident zufrieden.

Drei Tests die Woche

Seit dieser Woche werden die Schüler dreimal die Woche getestet. „Unsere absolute Priorität ist es, den Präsenzunterricht sicherzustellen“, so Schopper. Das Infektionsgeschehen sei weiter am Abklingen.

Aktuell sind im Land 1.466 Schülerinnen und Schüler positiv getestet (Stand 27. September), das seien lediglich 0,1 Prozent der 1,5 Millionen Schüler im Land.

Im Vergleich zum Vortag gab es einen Rückgang von 146. 60 Lehrer sind demnach zur Zeit positiv getestet, 13 mehr als am Vortag. Natürlich gebe es auch Ausbruchsgeschehen an den Schulen, so Schopper. So werden Infektionen mit mindestens zwei zusammenhängenden Fällen bezeichnet.

Aktuell gibt es 341 aktive Ausbrüche im Land, nur neun davon an Schulen. Die allermeisten Ausbrüche finden demnach im privaten Umfeld statt. „Die Schule ist also nicht Hort der Infektion“, so die Ministerin.

Betonung liegt auf Vorsicht

Kretschmann wie Schopper betonten weiterhin die Vorsicht. Ob und wann die Sicherheitsmaßnamen wie etwa das Maskentragen im Unterricht abgebaut werden könnten, sei nicht zuverlässig vorhersehbar und hänge von mehreren Faktoren wie der Impfquote in der Gesamtbevölkerung und dem Infektionsgeschehen ab.

Was das Maskentragen angeht, sagte Schopper: „Wir erhalten die Rückmeldung, dass die Masken im Unterricht auch störend sein können.“

Pragmatische Regel für Herbstferien

Schopper machte klar, dass auch während der kommenden Herbstferien die bereits aus den Sommerferien bekannte pragmatische Regelung für Jugendliche gilt.

Sprich, Kinder und Jugendliche brauchen keinen Test, wenn sie Kinos, Restaurants oder ansonsten für Erwachsene mit Drei-G-Regeln verbundene Einrichtungen besuchen.

Sie müssen sich nur als Schüler ausweisen können. Die Kultusministerin kündigte an, dass nun die Lernstandserhebungen anlaufen. Sie sind notwendig, um den durch die Pandemie bedingten Förderbedarf zu erkennen.

Schopper: „Nach den Herbstferien beginnen dann die Vorbereitungen für das ,Rückenwind’-Programm.“

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