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Meinung

von Martin Ferber

Ticket für Tagesbesucher

Umwelt-Euro im Schwarzwald? Vorstoß zeigt: Tourismus ist mehr Fluch als Segen

Der Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH schlägt die Einführung eines „Umwelt-Euros“ für den Besuch von touristischen Hotspots vor. Das soll die Besucherströme besser lenken. Anderswo gibt es das bereits.

Eintritt für den Schwarzwald? Der Vorstoß des Tourismusverbandes zeigt, wie ernst die Lage mittlerweile ist. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Touristen sind Segen und Fluch zugleich. Nicht nur die globalen Hotspots wie Venedig, Amsterdam oder Barcelona können ein Lied davon singen, auch in der Region ist die Janusköpfigkeit der modernen Freizeitgesellschaft mit all ihren Begleiterscheinungen ein sattsam bekanntes Thema.

Touristen bringen Geld in die Region und schaffen Jobs im Dienstleistungsbereich, auch und gerade in Gebieten, wo gewerbliche Arbeitsplätze rar sind. Touristen verstopfen aber auch die Straßen, vermüllen die Landschaft und nutzen als Tagesausflügler eine Infrastruktur, zu deren Erhalt sie nichts beitragen.

Die Einwohner in den Schwarzwaldgemeinden können ein Lied davon singen, wenn die Städter auf der Suche nach Erholung morgens wie ein Heuschreckenschwarm einfallen, die touristischen Highlights überfallartig heimsuchen und abends wieder von dannen ziehen.

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