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Weniger Intensivbetten

Kranke Krankenhäuser: Wie die Kliniken in Baden-Württemberg gegen die Verluste durch Corona kämpfen

Um die Kliniken zu entlasten, soll ungeachtet des Anstiegs an Infektionen die Zahl der für Corona-Fälle freigehaltenen Intensivbetten in Baden-Württemberg um etwa zwei Drittel gesenkt werden. Eine willkommene Nachricht für viele Krankenhäuser, die dennoch mit großen finanziellen Problemen kämpfen.

Reserve für den Notfall: Die Kliniken in Baden-Württemberg mussten bislang etwa ein Drittel ihrer Intensivbetten für mögliche Covid-19-Fälle freihalten. Das verursachte den Krankenhäusern zusätzliche Kosten, deshalb senkte die Landesregierung jetzt die Quote auf zehn Prozent. Foto: Bernd Wüstneck picture alliance/dpa

Es ist womöglich vorbei mit der sprichwörtlichen Ruhe vor dem Sturm. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl aller neuen Corona-Fälle der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner, hat sich in Baden-Württemberg seit Mitte August etwa verdreifacht. Aktuell sind nach RKI-Angaben 47.883 Menschen im Südwesten infiziert, 293 mehr als am Mittwoch. Die Landesregierung in Stuttgart ist besorgt. Dennoch will sie zügig das Kontingent der für Covid-19-Patienten freigehaltenen Intensivbetten in den Krankenhäusern um zwei Drittel senken. Ein Widerspruch?

Eher eine Kurskorrektur in Not. Mit dem Beginn der Pandemie hat sich die ohnehin schwierige finanzielle Lage vieler medizinischer Einrichtungen im Land noch weiter verschärft. Insbesondere in den Spezial- und Uni-Kliniken sowie den sogenannten Krankenhäusern der Maximalversorgung brachen seit März die Erlöse weg. Der Grund dafür war, dass die stationären Patienten ausblieben und die planbaren sowie nicht dringlichen Operationen verschoben wurden. Andererseits stiegen dramatisch die Kosten der Kliniken.

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