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Kleinkind nach Unfall an schweren Verletzungen gestorben

Kretschmann nach Tod des einjährigen Mädchens: „Ich bin voller Trauer“

Ein Kleinkind, das Anfang der Woche bei einem Unfall auf der A81 schwer verletzt wurde, ist im Krankenhaus gestorben.

Die Folge von Aquaplaning: Das Fahrzeug von Ministerpräsident und ein Begleitfahrzeug waren am Standstreifen abgestellt, als ein Auto hinter ihnen ins Schleudern kam und kollidierte. Foto: Franziska Hessenauer/Einsatz-Report24/dpa

Wie die Polizei am Sonntagnachmittag mitteilte, ist ein einjähriges Mädchen sechs Tage nach einem Unfall mit Beteiligung der Fahrzeugkolonne von Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestorben. Das Mädchen war am Montagabend zunächst schwer verletzt worden und starb am Sonntag infolge der Verletzungen.

Mit jedem Tag, an dem es am Leben blieb, wuchs unsere Hoffnung ein wenig, dass sie es schaffen würde.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ließ am Sonntag über einen Sprecher mitteilen: „Wir wussten um die kritische Situation, in der sich das kleine Mädchen befand. Mit jedem Tag, an dem es am Leben blieb, wuchs unsere Hoffnung ein wenig, dass sie es schaffen würde. Jetzt ist sie verstorben.“

Kretschmann und seine Mitarbeiter haben erste Hilfe geleistet

Weiter wird der Ministerpräsident zitiert: „Ich bin voller Trauer, so auch meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die den schrecklichen Unfall, der sich kurz nach dem unseren ereignete, miterleben mussten. Wir haben das kleine Kind gesehen, haben erste Hilfe geleistet, haben gebangt um sie und gehofft. Sie hat es nicht geschafft. Meine, unsere Gedanken sind bei den Eltern, denen nun das Schlimmste widerfahren ist, was einer Mutter und einem Vater passieren kann, den Tod des eigenen Kindes.“

Bei dem Verkehrsunfall auf der A81 bei Widdern im Kreis Heilbronn war das erste Fahrzeug aus Kretschmanns Kolonne gegen 19.20 Uhr, vermutlich infolge von Aquaplaning, gegen die Mittelleitplanke geprallt. Von dort wurde das Auto auf den Standstreifen am rechten Fahrbahnrand abgewiesen und kam zum Stehen. Weitere Fahrzeuge der Kolonne hielten im Anschluss laut Polizei hinter diesem Wagen an.

Ein dahinter fahrendes Auto kam ebenfalls aufgrund von Aquaplaning ins Schleudern und prallte gegen das Heck eines der Kolonnenfahrzeuge. Der 33-jährige Fahrer wurde hierbei schwer verletzt, seine 29-jährige Beifahrerin leicht. Das einjährige Kind, das nun gestorben ist, hatte im Kindersitz auf der Rückbank des Autos gesessen.

Wegen der lebensgefährlichen Verletzungen des Kleinkinds hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung gegen den 33-Jährigen, wie ein Behördensprecher am Freitag erklärt hatte.

Verkehrsminister Winfried Hermann will wegen des Unfalls nun auf dem entsprechenden Abschnitt der A81 ein Tempolimit bei Nässe einführen.

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