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Aserbaidschan-Connection

Lobby-Affäre: Warum sind die Aserbaidschan-Versteher in der CDU häufig auch Merkel-Gegner?

In Berlin isoliert, von Despoten hofiert: Die Politiker von CDU und CSU, die derzeit wegen Verbindungen nach Aserbaidschan in der Kritik stehen, gelten fast ausschließlich als konservative Kritiker von Bundeskanzlerin Merkel. Politische Mitbewerber sehen da Zusammenhänge und fordern härtere Transparenzregeln.

Weiß nichts von Bestechung: Bundestagsabgeordneter Olav Gutting (rechts) auf einem CDU-Podium im Landkreis Karlsruhe mit seinem Parteifreund Axel Fischer. Foto: Martin Heintzen

Die politische Karriere von Olav Gutting war zuletzt von Rückschlägen geplagt. Im Januar erhielt der nordbadische Abgeordnete aus dem Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen einen Dämpfer auf dem CDU-Bundesparteitag. Nicht nur, dass sein Favorit für den Parteivorsitz, Friedrich Merz, gegen Armin Laschet den Kürzeren zog. Auch Gutting selbst musste eine Schlappe hinnehmen, er schaffte es nicht mehr in den Bundesvorstand.

Gut zwei Jahre zuvor bewarb sich Gutting um den stellvertretenden Vorsitz der Fraktion als Nachfolger des zum Chef aufgerückten Ralph Brinkhaus. Auch Axel E. Fischer aus Guttings Nachbarwahlkreis Karlsruhe-Land hatte Interesse angemeldet, die Kampfkandidatur gegen Andreas Jung aus Konstanz aber Gutting überlassen.

In der Hauptstadtpresse war damals von einer neuerlichen Machtprobe für Kanzlerin Merkel die Rede, weil Gutting und Fischer als Merz-Mannen galten. Jung siegte mit deutlicher Mehrheit. Und es war nicht sein erster Erfolg gegen einen Merkel-Kritiker. 2016 setzte sich der Klimaexperte vom Bodensee gegen Thomas Bareiß bei der Wahl zum Chef der baden-württembergischen Landesgruppe durch.

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