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Testoffensive des Landes

Machen die kostenlosen Corona-Schnelltests den kommerziellen Anbietern das Geschäft kaputt?

Baden-Württemberg verspricht ab März Millionen kostenloser Corona-Schnelltests für die Bevölkerung. Die private Konkurrenz, die derzeit kostenpflichtig testet, wird nicht entschädigt - doch die betroffenen Firmen finden das in Ordnung.

Eine Gefahr für das Geschäft? In den kommerziellen Schnelltestzentren, wie hier im Landkreis Böblingen, bekommen Interessierte binnen kurzer Zeit und gegen eine relativ geringe Gebühr Gewissheit, ob sie Corona-positiv oder negativ sind. Das Land Baden-Württemberg will jedoch bald kostenlose Schnelltests für jedermann anbieten. Foto: Sebastian Gollnow picture alliance/dpa

Ab übernächster Woche will die Landesregierung den Markt mit kostenlosen Corona-Schnelltests fluten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) setzt im März etwa vier Millionen Antigen-Tests aus der Landes-Notreserve kurzfristig ein, um, wie es in Stuttgart heißt, „ein wohnortnahes, leicht zugängliches Angebot zur Verfügung zu stellen“.

Das Land will zudem für Laien weitere sieben Millionen Schnelltests der neuen Generation kaufen, bei denen das Teststäbchen nur in den vorderen Nasenbereich gesteckt wird. Das Angebot an Tests werde größer sein als die Nachfrage, räumt Kretschmann ein. Damit dürfte bald das Geschäftsmodell der zahlreichen privaten Schnelltest-Anbieter in Gefahr sein – oder etwa nicht?

Das Sozialministerium in Stuttgart sieht keine Probleme. „Den kommerziellen Teststellen wird durch die Beschlüsse nicht die Geschäftsidee entzogen“, teilt es auf BNN-Anfrage mit. „Und auch die Apotheken und Ärzte können weiterhin Testungen abrechnen, für neun beziehungsweise 15 Euro.“ Die Landesregierung biete kostenlose Tests nur als ein „ergänzendes und zeitlich begrenztes“ Angebot an, stellt das Ministerium klar.

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