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„Wir stehen bis zur letzten Minute bereit”

Noch gibt es grünes Licht für Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg

Weihnachten ohne Weihnachtsmarkt? Unvorstellbar - und vor allem für die Schausteller unentbehrlich. Vorerst dürfen die Märkte stattfinden, doch noch ist unklar, wie die Lage in ein paar Monaten aussieht.

Schausteller in Baden-Württemberg bangen immer noch um ihren größten Umsatzbringer: das Weihnachtsgeschäft. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag gab grundsätzlich grünes Licht für Weihnachtsmärkte, doch erleichtert aufatmen können die Schausteller noch immer nicht. „Wir stehen bis zur letzten Minute bereit“, versicherte Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbands im Südwesten.

Man sei froh, dass die Weihnachtsmärkte weder als Feste noch als Großveranstaltungen eingestuft wurden. „Sie sind über Wochen stattfindende, traditionelle Märkte unter freiem Himmel.“, so Roschmann.

Für uns reicht’s auch kurzfristig.
Mark Roschmann / Vorsitzender des Schaustellerverbands

Dass die Durchführung der Weihnachtsmärkte noch nicht abschließend beschlossen ist, findet Roschmann nicht schlimm, sondern angesichts der Corona-Krise verständlich. „Planungssicherheit bedeutet für uns nicht, etwas ganz früh abzusagen, damit man Bescheid weiß“, betonte er. „Für uns reicht’s auch kurzfristig.“

Die Politik kann für nichts garantieren. „Die Weihnachtsmärkte sind ja, wie der Name schon sagt, erst vor Weihnachten, das heißt, wir haben da noch Zeit, drauf zu reagieren“, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag nach der Ministerpräsidentenkonferenz dem SWR. Es seien noch Monate Zeit, um die Entscheidung zu fällen. Zudem sei die Situation im Moment dramatisch, weil die Zahlen zuletzt wieder stark anstiegen, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus.

Die Schausteller setzen derweil gegen Corona auf längere Veranstaltungszeiträume, eine angepasste Bebauung der Plätze und Straßen sowie durchdachte Hygienekonzepte, um die Infektionsrisiken zu minimieren. Für sie ist das Weihnachtsgeschäft der Umsatzbringer schlechthin - fielen die Weihnachtsmärkte aus, wäre das eine Katastrophe, hieß es beim Verband.

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