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Nach Erklärung des Vatikans

Erzdiözese Freiburg will homosexuelle Paare nicht segnen

Die Erzdiözese Freiburg orientiert sich an der Erklärung des Vatikans, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen.

Eine Regenbogenfahne schmückt die Pfarrkirche Breitenfeld in Wien. Foto: Herbert Neubauer/APA/dpa

Im Streit in der katholischen Kirche um die mögliche Segnung homosexueller Paare hält sich das Freiburger Erzbistum an das Nein aus Rom.

Eine scheinbare Gleichsetzung von kirchlicher Trauung und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sei zu vermeiden, erklärte die Erzdiözese am Freitag über ihren Sprecher Michael Hertl.

Dies sei der Wille der Glaubenskongregation des Vatikans, den man auch in Freiburg teile. Der Vatikan hatte Mitte März erklärt, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen, was in der katholischen Kirche in Deutschland einen Proteststurm auslöste.

Menschen reagieren mit Unverständnis, Irritationen und Verärgerung

Auch bei vielen Menschen in der Erzdiözese Freiburg habe die ablehnende Antwort aus Rom für Unverständnis, Irritationen und Verärgerung gesorgt, erklärte Hertl. „Die Bistumsleitung nimmt diese Äußerungen sehr ernst.“

Sie zeigten, dass die Diskussion über mögliche Segnungen von homosexuellen Paaren für viele Gläubige noch nicht beendet sei.

Diese Diskussion wolle man in Freiburg „mit Interesse“ verfolgen und begleiten. Einzelne homosexuelle Menschen würden durchaus gesegnet. „Ein Segen wird keiner Person verwehrt, unabhängig von der jeweiligen sexuellen Orientierung. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, so wie er ist“, erklärte der Sprecher.

Einen anderen Weg schlägt etwa die Diözese Rottenburg-Stuttgart ein. Diese will homosexuelle Paare trotz des Verbots aus Rom weiter segnen. Weihbischof Matthäus Karrer sagte der „Schwäbischen Zeitung“ (Freitag): „Segnungen gehören in der Seelsorge zum pastoralen Alltag.“ Diese Praxis werde durch das Papier aus Rom zumindest in der württembergischen Diözese nicht infrage gestellt.

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