Skip to main content

Bewerbung bei der UNESCO

Europäische Bauhütten auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Die Tradition reicht zurück bis ins Mittelalter. 18 europäische Bauhütten bewerben sich bei der Unesco gemeinsam als immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Darunter sind die Bauhütten großer gotischer Sakralbauten wie Köln, Straßburg, Freiburg oder Ulm.

Deutschlands erste Welterbestätte: Das Aachener Münster entstand um 800 als Pfalzkapelle Karls des Großen. der gotischen Chor stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert. Seit 1978 ist der Sakralbau Weltkulturerbe. Foto: Ulrich Coenen

Die Bauhütten waren die Architektur-Hochschulen des Mittelalters. Die Steinmetze haben unter der Leitung ihrer Werkmeister nicht nur die gotischen Kathedralen gebaut. In den Hütten wurde außerdem der berufliche Nachwuchs vom Handwerker bis zum Werkmeister ausgebildet. So nannte man die aus dem Steinmetzberuf hervorgegangenen Architekten.

Wandernde Gesellen und Meister sorgten in ganz Europa für einen regen Wissenstransfer. In den Bauhütten wurden Plansammlungen angelegt, seit dem 15. Jahrhundert verfassten Werkmeister wie Matthäus Roriczer und Lorenz Lechler die ersten architektonischen Fachbücher in deutscher Sprache. Als Experten waren die Werkmeister, die den Bauhütten als Chefarchitekten vorstanden, mit sämtlichen Architekturströmungen ihrer Zeit bestens vertraut und genossen hohes Ansehen.

Weiterlesen? Registrieren!

  • Zugriff auf alle Inhalte von BNN+
  • Kostenlos bis Jahresende, kein automatisches Abo
  • Weniger Werbung
Die BNN ist berechtigt, Ihre E-Mail-Adresse zur Information über eigene und ähnliche Produkte (wie BNN+, ePaper oder Zeitung) zu nutzen. Sie können der Verwendung jederzeit hier widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen.
nach oben Zurück zum Seitenanfang