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Vor Duell mit Regensburg

Der KSC hakt Derbysieg ab und bindet das nächste Talent

Christian Eichner lebt mit der Familie in Rutesheim. Stuttgart liegt dem Trainer des Fußball-Zweitligisten KSC also näher als Karlsruhe. Nur geografisch. Am Sonntag habe es ihm leid getan, so sagte er, dass seine Tochter erst eine Woche später in die Schule darf, wo VfB-Freunde in der Überzahl sind.

Dominik Kother (KSC, l.) gegen Clinton Mola (VfB Stuttgart). Foto: GES

Christian Eichner lebt mit der Familie in Rutesheim. Stuttgart liegt dem Trainer des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC also näher als Karlsruhe. Nur geografisch. Am Sonntag habe es ihm leid getan, so sagte er, dass seine Tochter erst eine Woche später in die Schule darf, wo VfB-Freunde in der Überzahl sind. Aber, und das gab der 37-Jährige nach dem 2:1 des KSC auch an, „sie wird im Sportunterricht das richtige Trikot tragen“.

Der Ausspruch von VfB-Sportdirektor Sven Mislintat, „hinfahren, drei Punkte ziehen, heimfahren“ habe die Mannschaft „durch die Woche getragen“, verriet er. Am Montag unterschrieb nun ein weiter U19-Junior seinen Profivertrag beim KSC.

Ich würde das gerne vor Saisonende. Wir stehen in Verhandlungen.
Oliver Kreuzer, KSC-Sportdirektor

Dass Eichners nahe Zukunft im Trainergeschäft mit den Vereinsfarben der Badener verknüpft bleiben soll, wiederholte Oliver Kreuzer am Sonntagabend im SWR-Fernsehstudio, wo Mislintat neben ihm saß und um Zeit wie um Verständnis warb. Kreuzer, der Geschäftsführer Sport des Tabellen-15., bekräftigte die Absicht, mit Eichner und Zlatan Bajramovic weiter machen zu wollen.

„Ich würde das gerne vor Saisonende. Wir stehen in Verhandlungen“, sagte Kreuzer dieser Zeitung am Montag zum Sachstand. Mittelfeldspieler David Trivunic (18) aus der U19 unterschrieb einen Profivertrag mit Laufdauer bis 2022. Zuvor hatte bereits der Rechtsverteidiger Jannis Rabold (19) dasselbe Angebot Kreuzers angenommen, wodurch mit den beiden U19-Junioren, dem aus der U23 des VfB zurückkehrenden Malik Batmaz (20) und Dominik Kother (20) die vier notwendigen „Local player“ für die nächste Saison feststehen.

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Eichners Wunsch: Mutzel soll mit HSV nachlegen

Michael Mutzel, der Sportdirektor des Hamburger SV ist und einer der besten Freunde Eichners, war für die Schützenhilfe dankbar. „Ich habe ihm gesagt, dass er uns dafür zweimal helfen muss“, flachste der frühere Verteidiger in Anspielung darauf, dass die am VfB auf Platz zwei vorbeigezogenen Hamburger nach Dresden am Dienstag bestenfalls auch Karlsruhes oberen Tabellennachbarn VfL Osnabrück bezwingen. Denn es bleibt eng im Keller.

„Wenn wir nichts mehr gewinnen, hat uns das Derby nicht weitergebracht. Die Elemente, die der neutrale Zuschauer von uns wahrgenommen hat, – Aggressivität, Laufintensität, Intensität allgemein –, werden wir zwangsläufig am Mittwoch gerade gegen einen Gegner wie Jahn Regensburg brauchen. Wenn wir da nachlassen, werden sie uns rausdrücken, weil sie da exorbitant gut sind“, warnte er.

Djuricin an der Ferse verletzt

Als Eichner am Tag nach dem durch Treffer von Marvin Wanitzek und Lukas Fröde erzwungenen ersten KSC-Derbysieg seit 2007 seine Reihen durchzählte, fehlte Marco Djuricin. Inklusive der vierminütigen Nachspielzeit hatte der Angreifer am Vortag nur acht Minuten gespielt. Dabei bekam er einen Schlag auf die Ferse ab. Sein Mitwirken am Mittwoch (18.30 Uhr) im Gastspiel beim Tabellenzwölften in Regensburg hing zu Wochenbeginn an sehr seidenem Faden.

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Kother fand es "cool"

Schüchtern versuchte sich Kother am Montag an Auskünften zu seinem Startelfdebüt. Eltern, Freunde, Verwandte hätten ihm gratuliert. Das Spiel sei „cool“ gewesen und der Sieg wichtig, „aber es muss jetzt genau so weitergehen“.

Die Presseabteilung des Vereins schulte ihn in der Mixed-Zone in Sachen Medienarbeit, wofür spontan Ersatztorwart Sven Müller als Reporter eingebunden wurde. Kother hatte gegen den VfB in den etwas mehr als 70 Minuten die Vorgaben des Trainerteams erfüllt.

„Es war sehr zufriedenstellend, was er gemacht hat“, lobte Eichner, „ich habe genau die Dinge gesehen, die ich von ihm erwartet hatte. Zwei, drei klare Arbeitsaufträge nach hinten. Nach vorne sollte er einfach kicken. So einen Eins-gegen-Eins-Spieler wie ihn haben wir nicht nochmal im Kader“. Was das für Mittwoch bedeute? Nichts. Neuer Gegner, neue Entscheidung, so deutete es der Trainer an.

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