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Entscheidung im Schach

OSG Baden-Baden hofft auf Meistertitel in Rekordzeit

Die Schach-Bundesligisten haben sich darauf geeinigt, in einem Meisterschaftsturnier, das von Mittwoch bis Sonntag in Karlsruhe stattfindet, den nationalen Titelträger zu ermitteln. Favorit ist die OSG Baden-Baden.

Weltklasse am Schachbrett: Top-Spieler Fabiano Caruana will die OSG Baden-Baden beim anstehenden Meisterschaftsturnier in Karlsruhe zum erneuten nationalen Titelgewinn führen. Foto: Alexei Kolchin / imago images

Die OSG Baden-Baden hat sich bislang 13-mal in die Liste der deutschen Schach-Mannschaftsmeister eingetragen. Nun bietet sich den Kurstädtern um Teamchef Sven Noppes die Möglichkeit, in Rekordzeit Titel Nummer 14 einzufahren.

Innerhalb von fünf Tagen, von Mittwoch bis Sonntag, wird der nationale Champion 2020 bei einem Meisterschaftsturnier in der Gartenhalle der Messe Karlsruhe ermittelt. Ausgerichtet werden die Titelkämpfe vom Schachzentrum Baden-Baden in Zusammenarbeit mit der OSG sowie der Grenke-Gruppe.

Einstimmiger Beschluss der Bundesligisten

Die Teilnahme am Turnier (Modus: jeder gegen jeden) erfolgt nach einem einstimmigen Beschluss der 16 Bundesligavereine auf freiwilliger Basis. Wobei acht Clubs ihren Hut tatsächlich in den Ring werfen und sich um die deutsche Meisterkrone bewerben.

Neben der OSG sind in Karlsruhe am Zug: SF Deizisau, FC Bayern München, SC Viernheim, SF Berlin, Aachener SV, SG Solingen und SV Werder Bremen. Nicht dabei sind derweil: SV Hockenheim, Hamburger SK, SG Turm Kiel, BCA Augsburg, SG Speyer-Schwegenheim, SV Mülheim Nord, USV TU Dresden und SV Lingen.

Das Sonderevent wird für alle Beteiligten hochattraktiv.
Markus Schäfer, Präsident der Schach-Bundesliga

Markus Schäfer, Präsident der Schach-Bundesliga, sieht im anstehenden Turnier ein „starkes Signal“ der Vereine. „Das Sonderevent wird für alle Beteiligten hochattraktiv. Die Auswirkungen der Corona-Krise haben naturgemäß auch die Ausübung unserer Sportart beeinträchtigt. Umso mehr freue ich mich, dass alle Erstligisten entschlossen sind, gemeinsam eine neue Perspektive aufzuzeigen“, wird Schäfer auf der Homepage der Schach-Bundesliga zitiert.

Die besten Chancen auf die Meisterschaft werden Lokalmatador OSG Baden-Baden eingeräumt, zumal der SV Hockenheim, der zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs punktgleich mit Baden-Baden an der Spitze der Bundesliga-Tabelle stand, auf die Teilnahme verzichtet.

Wir sind sicherlich der Top-Favorit.
Patrick Bittner, Vorsitzender OSG Baden-Baden

Der OSG-Vorsitzende Patrick Bittner teilt die Meinung der Experten. „Wir sind sicherlich der Top-Favorit“, sagt er. Einen Spaziergang für sein Team erwartet er jedoch nicht. „Ich schätze vor allem Solingen als sehr stark ein“, rechnet er mit heftiger Gegenwehr aus dem Westen der Republik. „Aber auch Deizisau und Viernheim können uns gefährlich werden“, warnt er.

Das eigene Team sieht Bittner gut aufgestellt. Allen voran steht den Baden-Badenern Fabiano Caruana, die Nummer eins, zur Verfügung. Der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln befindet sich schon seit einiger Zeit im Land und bereitet sich auf die anstehenden Spiele vor.

Angesichts der Corona-bedingten Beschränkungen sind keine Zuschauer vor Ort. Die Partien werden aber allesamt live im Internet übertragen und von namhaften Großmeistern kommentiert.

Trotz aller Konkurrenz der Bundesligisten untereinander verweist Bittner auf einen positiven Aspekt im Vorfeld der Titelkämpfe: „Wir haben uns in vielen Telefon-Konferenzen über das weitere Vorgehen unterhalten. Dabei sind alle Mannschaften sehr gut miteinander umgegangen. Es gab keinerlei Streitigkeiten und die Atmosphäre war durchweg sehr angenehm. Man hat gemerkt, dass wir alle im selben Boot sitzen und ein Ziel verfolgen, nämlich, dass es bestmöglich weitergeht.“

OSG startet gegen Deizisau

Die OSG Baden-Baden startet am Mittwoch (14 Uhr) mit der Partie gegen die SF Deizisau, bei denen mit dem großen deutschen Nachwuchstalent Vincent Keymer zu rechnen ist, ins Meisterschaftsturnier. Die weiteren Termine des Titelverteidigers: OSG – FC Bayern München (Donnerstag, 10 Uhr), OSG – SF Berlin (Donnerstag, 17 Uhr), OSG – SG Solingen (Freitag, 14 Uhr), OSG – SV Werder Bremen (Samstag, 10 Uhr), OSG - Aachener SV (Samstag, 17 Uhr), OSG - SC Viernheim (Sonntag, 11 Uhr).

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