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Viele Projekte geplant

LED-Centrum mit Expansionsplänen: Von Durmersheim aus geht vielen ein Licht auf

LED-Leuchtmittel gibt’s im Baumarkt nebenan, im klassischen Fachhandel und im Internet in Hülle und Fülle. Und dennoch will sich das Durmersheimer LED-Centrum auf dem Markt behaupten. Ein Schwabe reist dafür täglich ins Badische.

Herr der Leuchten: Alexander Balabanov wurde für die Pläne, die er für sein LED-Centrum in Durmersheim hat, ausgezeichnet. Foto: Fabry

Wer das Stichwort „LED-Leuchtmittel“ im Internet eingibt, bekommt von Google sage und schreibe 18,7 Millionen Treffer ausgespuckt. Amazon und e-Bay sind ohnehin voll mit LED-Produkten. Dennoch sieht Alexander Balabanov die Chance, sich mit einem eigenen Online-Shop rund um LED behaupten zu können. Im baden-württembergischen Gründerwettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe hat er jetzt den dritten Preis erhalten.

Als ehemaliger Lidl-Manager kann der Volljurist Balabanov Discount. Weil er den Weg in die Selbstständigkeit suchte, kam der Waiblinger auf die LED-Centrum Handels GmbH & Co. KG in Durmersheim. Die besteht seit 2010. Die Gründer suchten einen Nachfolger, und Balabanov übernahm im August 2019. Das Unternehmen stehe gut da. „Es bedarf aber ein paar Anpassungen, damit es so weitergeht“, sagt der Schwabe, der regelmäßig zu seiner Firma ins Badische pendelt.

Das LED-Centrum hat laut Balabanov 300.000 Kunden, etwa zehn Prozent davon sind Elektriker oder Wiederverkäufer. „Die sind eine dauerhafte Einnahmequelle“, sagt er. Aber auch der Privatverbraucher, der in seinem Haus oder in seiner Wohnung Leuchtstoffröhren, Halogenspots oder Glühbirnen gegen die energieeffizienten und langlebigen LED-Lampen austauschen will, braucht Balabanov. „Es rücken immer mehr Wettbewerber in den Markt rein“, weiß er. Und: „Es ist nicht mein Ziel, dass ich der günstigste am Markt bin, sondern ein gutes Preis-Leistungsverhältnis biete und schnell bin.“

Weltmarkt LED: Mehr als 50.000 LED-Lichter wurden beispielsweise am Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center in New York angebracht. Im World-Wide-Web bietet auch das Durmersheimer LED-Centrum die Leuchmittel an und will kräftig expandieren. Foto: Tishman Speyer/dpa

Entsprechend wolle er die Prozesse optimieren, vor allem über externe Partner dafür sorgen, dass das Unternehmen leichter im Internet gefunden wird. Gute fachliche Beratung der Kunden sei ein weiterer Aspekt. Und die Leuchten sollen „schöner dargestellt werden“. Heißt: Anstatt nur eine Leuchte auf der Webseite darzustellen, soll beispielsweise gezeigt werden, wie sie in einem schicken Garten wirkt. Die Mode-Online-Händler machen das ja längst vor.

Potenzial bei dekorativer Beleuchtung und Smart Home

Gerade bei dekorativer Beleuchtung habe sein Unternehmen Potenzial. Bislang sei man vor allem bei technischer Beleuchtung – vor allem bei Röhren – „deutschlandweit ganz weit vorn“. Chancen sieht Balabanov zudem beim Thema Smart Home. (LED-)Licht lässt sich bekanntlich inszenieren und per Sprachbefehl des Hauseigentümers oder mit dessen Smartphone steuern.

Im Geschäftskundenbereich habe er verstärkt den regionalen Mittelstand im Blick, geht der Unternehmer auf einen weiteren Aspekt seiner Strategie ein. Auszuweiten gelte es auch die Absatzkanäle im benachbarten Ausland – hier hat er vor allem Österreich im Visier.

Bislang hat Balabanov 13.000 Artikel im Sortiment. Auch eine Vergrößerung der Lagerfläche sei ein Thema. Das LED-Centrum setze vornehmlich auf bekannte Marken wie Osram, Philips oder Ledvance. Zusätzlich möchte er einen weiteren Online-Shop etablieren – im Preiseinstiegsbereich. Dort werde es auch eine Eigenmarke geben. Es sind also viele Projekte, die sich der Unternehmer vorgenommen hat.

Das LED-Centrum erlöst nach seinen Worten in diesem Jahr – Corona-bedingt wie im Vorjahr – 7,2 Millionen Euro. „Ich habe schon vor, jedes Jahr zehn Prozent Umsatz mehr zu machen“, sagt Balabanov. Mittlerweile beschäftigt er alles in allem 20 Mitarbeiter. Die vielfältige LED-Welt – sie spielt dank ihnen auch in Durmersheim.

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