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Enztalquerung an der A8

A8-Ausbau wird teurer: Das sagen die Abgeordneten

Der A8-Ausbau bei Pforzheim – die Enztalquerung – kostet über 300 Millionen Euro. Das ist das Doppelte des geplanten. Die Steigerung sorgt für heftige politische Debatten.

Richtig teuer: Dass der A8-Ausbau im Pforzheimer Kosten mit über 300 Millionen Euro mehr als das Doppelte des bislang kalkulierten Betrags verschlingt, wurde am Donnerstag bekannt. Foto: Archivfoto: Streib

Kaum hatte das Regierungspräsidium die Verdoppelung bei den Kosten für die A8-Enztalquerung veröffentlicht, gab es auch schon die ersten Reaktionen aus der Politik. „Die A8 ist eine zentrale europäische Verkehrsachse. Sie ist – neben der Schiene – die verkehrspolitische Lebensader unserer regionalen Wirtschaft”, schreibt die SPD-Bundestagsabgeordnete Katja Mast „Selbstverständlich stehe ich zum Ausbau. Die jetzt bekannt gewordene Kostensteigerung wundert mich. Ich werde dem umgehend nachgehen”, kündigt die Politikerin an.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Erik Schweickert zeigt sich „massiv verärgert” und teilt mit: „Man kann so langsam nur noch den Kopf über die Planungsleistungen des Landes schütteln: Permanent verschiebt sich der Baubeginn und dann wird das Ganze mehr als doppelt so teuer wie veranschlagt! Wenn ich mir überlege, was die regionalen Bundes- und Landtagsabgeordneten von FDP, CDU und SPD vor zehn Jahren machen mussten, um eine komplett verkorkste Planung unter anderem durch eine 800 Meter lange Einhausung mit Kosten von ‚nur‘ 26 Millionen Euro einigermaßen zustimmungsfähig zu machen, erscheint das im Rückblick wie Hohn.“

Sein Landtags- und Parteikollege Hans-Ulrich Rülke wird „langsam wirklich ungehalten, wenn das so weitergeht. Der A8-Ausbau hat sich von ursprünglich 150 Millionen Euro auf nunmehr 340 Millionen um mehr als das Doppelte verteuert. Alleine das ist schon Ärgernis genug. Was mich persönlich aber noch mehr irritiert ist, dass ich mich vor Jahren so dafür verkämpft habe, einen besseren Lärmschutz für den Stadtteil Eutingen zu erreichen, der auch noch eine kostengünstigere Lösung dargestellt hätte, der Vorschlag damals aber aufgrund vermeintlichen Zeitdrucks von verschiedenen Akteuren vom Tisch gewischt wurde“, so Rülke.

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