Skip to main content

Drohung gegen das Congresszentrum

Bombendrohungen in Pforzheim: Polizei hat Verdächtigen im Visier

Ein Mann aus dem Landkreis Böblingen soll Verursacher einer Bombendrohung am Nationalfeiertag in Pforzheim gewesen sein. Der Anruf am Abend des 3. Oktobers führte zur Räumung der Halle bei einem Konzert. Eine weitere Bombendrohung an einer Schule ist weiter ungeklärt.

Wegen einer Bombendrohung räumte die Polizei vor kurzem das Pforzheimer Congresscentrum. Dort sollte gerade ein Konzert eines italienischen Sängers stattfinden. Foto: Waldemar Gress

Im Zusammenhang mit der Bombendrohung gegen das Congresscentrum Pforzheim (CCP) haben die Ermittler einen Tatverdächtigen geschnappt. Ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Böblingen soll es gewesen sein, der am Abend des 3. Oktobers bei einem Pforzheimer Polizeirevier angerufen und darüber informiert hat, dass im CCP eine Bombe gezündet werden solle.

Der 43-Jährige bestreite die Tat, erklärt Staatsanwalt Bernhard Ebinger auf Anfrage.

Wie inzwischen bekannt wurde, hatte die Pforzheimer Polizei bereits am Tag nach dem anonymen Anruf „Ermittlungsansätze“. Diese hätten dann bald zu dem Tatverdächtigen aus dem Landkreis Böblingen geführt.

Aus taktischen Gründen will Ebinger keine weiteren Angaben zum Hintergrund der Bombendrohung machen. „Die Ermittlungen laufen weiter“, sagt Ebinger. Gleiches gelte für die Bombendrohung, die es zwei Tage zuvor gegen die Pforzheimer Südstadtschule gegeben hatte. Die Ermittler schließen einen Zusammenhang zwischen beiden Bombendrohungen aus.

Beide Taten hatten vorvergangene Woche für große Polizeieinsätze gesorgt. Zunächst musste die Südstadtschule geräumt werden, nachdem eine männliche Stimme am Telefon eine Bombe gemeldet hatte. Zu der Zeit befanden sich etwa 70 Schüler in dem mehrstöckigen Gebäude.

Im CCP gab der italienische Sänger Tony Colombo gerade ein Konzert, als die Polizei den Anruf erhielt, mutmaßlich vom 43-jährigen Landsmann des Musikers. Rund 430 Besucher wurden daraufhin gebeten, die Halle zu verlassen.

Tony Colombo wird seinen Auftritt in Pforzheim am Freitag, 16. Oktober, nachholen. „Falls irgendwas sein sollte – wir sind vorbereitet und können entsprechend reagieren“, erklärt Polizeisprecher Frank Otruba. Er weist darauf hin, dass Bombendrohungen grundsätzlich ernst genommen würden. Veranstalter Rosario Linoria rechnet mit der gleichen Besucherzahl. An besagtem Samstagabend war er gerade im Begriff, die Bühne zu betreten, um den Sänger zu präsentieren, als er erfuhr, dass die Polizei vor dem Haus stand. Er habe ein „mulmiges Gefühl“ gehabt, berichtet Linoria. Nun hofft er auf einen guten Verlauf des Konzerts und darauf, dass steigende Infektionszahlen keine weiteren Besucherbeschränkungen nach sich ziehen.

nach oben Zurück zum Seitenanfang