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Für Menschen mit Behinderung

Caritas in Pforzheim feiert Online-Disco übers Internet

Die Disco-Party der Caritas-Eintrichtung Kappelhof in Pforzheim musste wegen der Corona-Pandemie dieses Mal besondere Wege gehen. Davon ließen sich Bewohner und Mitarbeiter aber nicht die Laune verderben.

Am Mischpult: Der Auftritt von Bernd Czora wurde auf Fernseher und Laptops in die Wohngruppen übertragen. Foto: Björn Fix

Dicker Nebel erfüllt den Raum, bunte Lichtblitze zucken rhythmisch, der Bass dröhnt, dass die Boxen vibrieren. Das alles geschieht bei Bernd Czora, Heilerziehungspfleger im Kappelhof der Pforzheimer Caritas in dessen kleinen Probenkeller.

Normalerweise tanzen die Bewohner des Kappelhofs wild vor seinem Mischpult, die Rollstuhlfahrer werden über die Tanzfläche geschoben und der ein oder andere überzeugt mit einem gekonnten Tanzschritt. Auf tatsächlich anwesende Partygäste muss der DJ mit langjähriger Erfahrung an diesem Tag allerdings verzichten, denn diese befinden sich mit Corona-Abstand hinter drei Kameras. Die Mitarbeiter vom Kappelhof und weiteren Wohneinrichtungen für behinderte Menschen wurden technisch unterwiesen und so konnten neben dem Kappelhof auch Einrichtungen aus Herrenberg, Spielberg, Rottweil und Apfelstetten teilnehmen.

Sogar aus Frankfurt und Berlin waren Gäste zugeschaltet. Der DJ kam so über Fernsehgeräte und Laptops in die Wohngruppen und verbreitete gute Laune. Dass die etwa 200 tanzfreudigen Online-Besucher sichtlich Vergnügen an der Disco aus dem Computer hatten, konnte man auf den 35 eingeblendeten Bildschirmen sehen. Und auch das Liveprogramm kam nicht zu kurz. Der Pforzheimer Entertainer Jörg Augenstein besuchte den engagierten Caritas-Mitarbeiter in seinem Partykeller und sang seine Hits, dieses mal halt ohne Publikumsnähe, in die aufgestellten Kameras.

Und auch der schon zur Tradition gewordene Besuch der Tanzschulen Saumweber und Fischer fehlte nicht und wurde über die Bildschirme eingespielt. Ausgelassen feierten die Menschen an verschiedenen Orten zur Musik. „Das Glücksgefühl, so viele vertraute Gesichter wiederzusehen ist eine Wohltat, ich bin gerührt und wusste gar nicht, wie ich all diese Menschen vermisst habe“, kommentierte Maren Bäuerle, Heilerziehungspflegerin im Haus am Kappelhof ihre Begeisterung. „Es tut gut eine solche Veranstaltung erleben zu dürfen, sie stärkt unseren Zusammenhalt, da wir uns auch innerhalb des Hauses nicht mehr wie zuvor begegnen dürfen.“

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