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City-Surfen

Einweihung der Black Forest Wave in Pforzheim nun für Frühjahr 2021 geplant

Die Black Forest Wave soll City-Surfen in Pforzheim ermöglichen. Zuletzt verzögerte sich das Projekt mehrfach. Jetzt geht es wieder voran. Im Frühjahr soll offizieller Start sein. Wir haben die aktuell wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Es tut sich was: Steffen Rose vom Verein Black Forest Wave montiert hinter dem Kupferdächle in Pforzheim die Holzkonstruktion für den Zugang zum Surfvergnügen. Noch im Herbst soll die Anlage getestet werden. Foto: Susanne Roth

Die Black Forest Wave soll City-Surfen in Pforzheim ermöglichen. Zuletzt verzögerte sich das Projekt mehrfach. Jetzt geht es wieder voran. Im Frühjahr soll offizieller Start sein. Wir haben die aktuell wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt.

Wie ist der aktuelle Stand der Arbeiten?

Es tut sich ganz schön was im Metzelgraben. In dem Kanal, der die Nagold am Schmuckmuseum vorbei mit der Enz verbindet, baut das ehrenamtlich tätige Team der Black Forest Wave derzeit viele Holz- und Stahlteile ein, das Gerüst für die stehende Surfwelle nimmt seit Juli immer mehr Gestalt an. Zunächst befreiten die Teammitglieder den Kanal nach längerer Pause nochmal von gefährlichen Gegenständen wie Steinen und Scherben, dann brachten sie erste Balken an.

Dabei machten sie sich zunutze, dass die Stadtwerke zur der Zeit den Wasserstand wegen Wartungsarbeiten am Flusskraftwerk der Enz an der Auerbrücke senkten. Am Wochenende darauf verarbeitete das Technik-Team nach eigenen Angaben rund drei Tonnen Stahl. Die Arbeiten wurden bei Klenk-Metall in Pfaffenrot ausgeführt, das Unternehmen stellt seine Halle und Maschinen zur Verfügung. Dort wird noch immer gewerkelt. Der nächste Meilenstein war dann geschafft, als wenige Tage später 16 Stützen auf das Fundament montiert wurden. Diese ergeben die Seitenkanäle, mit denen die Wassermenge der Welle beeinflussen werden kann. Die Montage der Anlage ist weiter in vollem Gange.

Ursprünglich sollte es im Frühjahr 2019 losgehen. Warum gab es so deutliche Verzögerungen?

Bauphase eins war mit großem Elan und viel Hilfe schnell erledigt. Noch vor dem offiziellen Spatenstich war das Fundament fertig im Metzelgraben eingebaut. Darauf sollte eine Holzkonstruktion gebaut werden, die einen Surfbetrieb für wenige Wochen im Jahr zulassen sollte. Doch dann wurde der Wunsch nach einer langfristigen Lösung lauter. So musste aufwendig neu gerechnet werden. Und es wurde stückchenweise immer später. Erst war vom Spätjahr 2019 die Rede, dann von Frühling 2020, dann vom Sommer. Auch von fehlender Manpower hörte man in dieser Phase.

Im April brachte schließlich Corona die nächste größere Verzögerung. Das Team musste die Planungen aussetzen, vor allem hätte man bei Arbeiten wie dem Schweißen keinen Sicherheitsabstand einhalten können. „Doch wir möchten euch wissen lassen, dass wir in den Startlöchern stehen. Sobald sich die Situation wieder normalisiert, sind wir bereit für die zweite Bauphase der Black Forest Wave“, hieß es damals. Nun ist es also soweit.

Wie ist die aktuelle Prognose? Wann geht es los?

Im Herbst wollen die Teammitglieder die Welle zum ersten Mal selber testen, sagt Steffen Rose dieser Redaktion. Er ist Vereinsvorsitzender und hatte vor einigen Jahren die Idee für die Welle in Pforzheim. „Die offizielle Eröffnung mit Veranstaltung soll im Frühjahr 2021 stattfinden, da dann auch hoffentlich Corona besser unter Kontrolle ist“, so Rose weiter.

Was muss bis dahin noch gemacht werden?

Aktuell laufen noch weitere Arbeiten in der Halle, in der die bewegliche Rampe gefertigt wird. Dann werden alle Teile feuerverzinkt und auf dem Gelände eines Partners zu Testzwecken vormontiert. Dort werden dann auch die hydraulischen Komponenten eingebaut und verschiedene Tests durchgeführt, erklärt Rose.

Wie funktioniert die Black Forest Wave?

Die Black Forest Wave, das ist der Name der Welle und des dahinterstehenden Vereins, soll City-Surfen in Pforzheim ermöglichen. Bekanntestes Vorbild in Deutschland ist die Eisbachwelle in München. Allerdings gibt es in Pforzheim einige Unterschiede. Denn hier entsteht die Welle durch einen mobilen Einbau, der auf das bereits gelegte Fundament in den Kanal montiert wird. Den Clou erklärt der Verein so: „Essenziell für die Entstehung einer stehenden Welle ist der sogenannte Höhensprung: Das Wasser wird auf einer schrägen Rampe beschleunigt und trifft unten auf langsameres Wasser, wodurch die Welle entsteht.“

Die Black Forest Wave speist sich aus Nagoldwasser, sie trägt ihren Namen Schwarzwaldwelle also zurecht. Der Kanal, in dem die Welle quasi auf Knopfdruck an- und abgeschaltet werden kann, ist beim Stadtgarten etwa 7,50 Meter breit. Die Welle soll viereinhalb Meter breit werden. Ein bisschen eng, meinte kürzlich ein User bei Instagram. „Aber dafür auch bei wenig Wasser surfbar“, entgegnete das Team und brachte damit in trockenen Zeiten ein wertvolles Argument.

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