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Zeitreise mit vielen Facetten

Das Kloster Maulbronn präsentiert sich beim Unseco-Welterbetag

Unter dem Motto „Solidarität und Dialog“ präsentieren sich am 6. Juni zum UNESCO-Welterbetag die deutschen Welterbestätten, darunter auch das Kloster Maulbronn.

Das Kloster Maulbronn ist seit 1993 UNESCO-Denkmal. Foto: Petra Mohr / Staatliche Schlösser und Gärten

Wie die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mitteilen, findet der Welterbetag digital statt. So können Interessierte das ehemalige Zisterzienserkloster in einer virtuellen Zeitreise, per Drohnenflug und mit Videos zu den Klosterkonzerten, zum Evangelischen Seminar und zur Kirchenorgel erkunden.

Das Kloster Maulbronn ist seit 1993 das erste UNESCO-Denkmal Baden-Württembergs. Damals wurde das Zisterzienserkloster als besterhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen von der UNESCO in die renommierte Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Außergewöhnlich an Maulbronn ist, dass neben den Gebäuden der Klausur – wie etwa dem Kreuzgang und der Klosterkirche – die gesamte Klosterstadt erhalten ist.

Auch Wirtschafts- und Verwaltungsbauten, Mauern und Befestigungen bestehen noch. Die Landschaft der Umgebung hat bis heute sichtbare Spuren der zisterziensischen Landwirtschaft mit Fischteichen, Bewässerungskanälen, Obstkultur und Weinbau. Maulbronn zieht Gäste aus der ganzen Welt an.

Die Besucherzahlen haben sich in den Jahren seit der UNESO-Ehrung annähernd verdoppelt: Etwa 260.000 Menschen aus aller Welt kommen – in normalen Zeiten – nach Maulbronn.

UNESCO-Welterbetag: Immer am ersten Sonntag im Juni

Am jährlichen UNESCO-Welterbetag, der seit 2005 immer am ersten Sonntag im Juni stattfindet, bieten die 46 Welterbestätten in Deutschland einen Blick hinter ihre Kulissen und machen so die Geschichte der Menschheit und die Wunder der Natur erlebbar: normalerweise mit Sonderführungen und Vorträgen, Mitmachangeboten, Ausstellungen und Erlebnisaktionen für Kinder.

Wegen der Corona-Pandemie wird das Angebot in diesem Jahr digital präsentiert. Kloster Maulbronn ist auf der Seite www.unesco-welterbetag.de/welterbestaetten/klosteranlage-maulbronn vertreten und bietet mit Videos eine digitale Entdeckungsreise auf den Spuren der Zisterzienser. Die vorgestellten Beiträge stellen eine kleine Auswahl der Vielfalt der Beteiligten auf dem Klosterhof dar: Die Stadt Maulbronn, die evangelische Kirchengemeinde, die Gastronomen und weitere Gruppierungen runden das Gesamtbild des Monuments ab.

Erhalt, Restaurierung und Vermittlung im Kloster Maulbronn

Neben Erhalt und Restaurierung steht im Weltkulturerbe Kloster Maulbronn die Vermittlung im Mittelpunkt.

Dazu gehören mehrere Museen sowie das abwechslungsreiche Führungsprogramm, das Zugänge zur Welt der Mönche, zur Kunst des Mittelalters oder zum Wirtschaften des Klosters erschließt – für Kinder und für Erwachsene.

Auf dem Programm für die zweite Jahreshälfte stehen, natürlich unter Beachtung der Corona-Richtlinien, zahlreiche Sonderführungen, etwa zur Baugeschichte, zum Alltag der Mönche, zur Kulturlandschaft und zur Welt der Kräuter. Außerdem finden Weinbergführungen und der beliebte monatliche „Familienspaß im Kloster“ mit Buchbinden, Korbflechten, Brotbacken oder Laternenbasteln statt.

Das Kloster Maulbronn ist täglich von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet, der letzte Einlass ist um 16.45 Uhr. Für einen Besuch des Klosters Maulbronn gibt es - wie vielerorts - diverse Vorgaben.

Es besteht eine Pflicht zur Erhebung und Datenverarbeitung der Kontaktdaten der Gäste zur eventuellen Infektionskettennachverfolgung. Dies kann vor Ort, über die Luca-App oder über das Kontaktformular unter www.schloss-mannheim.de erfolgen.

Es muss ein negativer Corona-Test (Kinder ab 6 Jahre), nicht älter als 24 Stunden, einer offiziellen Teststelle (Testzentrum, Apotheke oder Ähnliches) oder eine Impfdokumentation (Impfpass oder Impfbescheinigung) über eine vollständige Impfung (vor mindestens 14 Tagen) oder eine Bescheinigung über eine mittels PCR-Test bestätigte Infektion (nicht älter als 6 Monate) vorgelegt werden.

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