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Ein Meilenstein zum neuen Domizil

Gustav-Heinemann-Schule soll neuen Standort auf dem Pforzheimer Buckenberg bekommen

Die vom Enzkreis getragene Gustav-Heinemann-Schule (GHS) soll künftig am Pforzheimer Strietweg auf dem Buckenberg angesiedelt werden. Damit könnte die Schule, deren Gebäude vor vier Jahren wegen baulicher und Brandschutz-Mängel geschlossen wurde, endlich ein neues Domizil bekommen.

Neuer Standort: Auf diesem Grundstück unterhalb der Buckenbergschule soll die Gustav-Heinemann-Schule angesiedelt werden. Der Kreistag muss noch zustimmen. Foto: Torsten Ochs

Als „Meilenstein in der Geschichte der Gustav-Heinemann-Schule“ bezeichnete Kreiskämmerer Frank Stephan die Entscheidung, die GHS auf dem freien Grundstück am Strietweg unterhalb der Buckenbergschule anzusiedeln.

Der Sozial- und Kulturausschuss stimmte in seiner jüngsten Sitzung zu. Die Enzkreis-Verwaltung wird nun beauftragt, die Verhandlungen mit der Stadt Pforzheim zu konkretisieren, danach muss der Kreistag noch zustimmen.

Die sonderpädagogische Schule war bis vor vier Jahren in der Habsburgerstraße in Pforzheim untergebracht, das Schulgebäude wurde aber aus baulichen Mängeln geschlossen. Nach der Schließung wurden die Schüler mit Handicap an mehreren Standorten untergebracht – unter anderem am Lerncampus Buckenberg und in Bauschlott.

Bei den derzeitigen Standorten handelt es sich aber um Übergangslösungen. Der neue Standort erfülle alle Anforderungen, sagte Stephan: eine zentrale Lage und die Anbindung an eine allgemeine Schule. Letzteres biete die Möglichkeit für kooperativen Unterricht.

Bisher hat der Enzkreis immer alles gut hinbekommen.
Bastian Rosenau, Landrat

Die Fraktionen im Ausschuss stimmten zu: „Es ist ein guter Tag für den Enzkreis; der neue Standort kommt den Kindern und Eltern zugute“, sagte Heinrich Furrer (Freie Wähler).

Auch Hans-Peter Huber (SPD) sieht alle Kriterien als erfüllt an. Günter Bächle signalisierte zwar Zustimmung, sieht in der Maßnahme aber einen „finanziellen Kraftakt“.

Klaus Fuchs (AfD) signalisierte „aus pragmatischen Gründen“ zwar grünes Licht, hält die Inklusion aber in dieser „weitschweifigen Form“ für nicht finanzierbar. „Ich bin optimistisch“, entgegnete Landrat Bastian Rosenau, „bisher hat der Landkreis immer alles gut hinbekommen“. Die FDP wolle die Finanzplanung kritisch begleiten, fügte Frank Schneider hinzu.

Entscheidung zur Fusion vertagt

Vertagt hat der Ausschuss die Entscheidung zur Fusion der Volkshochschule Pforzheim-Enzkreis (VHS) mit der Jugendmusikschule Pforzheim (JMS). Mit dem Zusammenschluss sollen beide Einrichtungen gestärkt werden.

Der Ausschuss sah aber noch Informations- und Diskussionsbedarf. Daher will sich das Gremium vor der Entscheidung mit Verantwortlichen beider Einrichtungen austauschen.

Der Ausschuss stimmte aber einem Sonderzuschuss für die VHS in Höhe von rund 133.000 Euro zu – das ist die Hälfte des Defizits, das die Volkshochschule 2020 dank Corona verzeichnet.

Auch für 2021 will der Enzkreis Mittel zuschießen.

Enzkreis finanziert Heilpädagogen-Stelle

Der Ausschuss stimmte außerdem einer weiteren Ausgabe zu: Der Enzkreis soll gemeinsam mit der Stadt Pforzheim je eine Heilpädagogen-Stelle für den Schulkindergarten Anna-Bertha-Königsegg-Schule im heilpädagogischen Zentrum in Pforzheim finanzieren. Die Kosten belaufen sich auf 4.500 Euro pro Monat.

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