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Arbeiten auf hohem Niveau

56 Aussteller präsentieren sich beim Kunsthandwerkermarkt im Alten Schlachthof in Pforzheim

Zum ersten Mal in der Geschichte musste der Herbstkunstmarkt der Kunstinitiative Pforzheim ausweichen: Statt im Kulturhaus Osterfeld präsentierten am Wochenende 56 Künstler ihre Werke im Alten Schlachthof. Vielleicht ist das nicht zum letzten Mal.

56 Aussteller boten beim Herbstkunstmarkt im Alten Schlachthof eine große Vielfalt von Tonarbeiten bis zu Gemälden Foto: Stefan Friedrich

Wie das kulturelle Leben im Alten Schlachthof aussehen könnte, davon machten sich die zahlreichen Besucher des größten Herbstkunstmarkts in der Region am Wochenende ein Bild. Kunsthandwerk in all seinen vielen Fassetten vom Schmuckdesign bis hin zur Malerei dominierte auf den Gängen, in den Hallen und auf dem Freigelände vor dem Alten Schlachthof.

Ein Bild, das auch die Vertreter der Gewerbekultur Pforzheim freute. Denn eines ihrer wesentlichen Ziele dort ist, Kunst und Kultur mit Wohnen und Arbeiten zu verbinden. „Man kriegt einen Eindruck, wie es hier später einmal sein könnte“, sagt Vorstandsmitglied Stefanie Wetzke.

Beeindruckt zeigt sie sich von der Wandelbarkeit des Schlachthofs. „Solch unterschiedliches Kunsthandwerk in allen Richtungen ist wirklich schön zu sehen.“

Herbstkunstmarkt im Alten Schlachthof in Pforzheim unabhängig von aktuellen Trends

Die Kunstinitiative Pforzheim (KIP) organisiert den Handwerkermarkt. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, sich nicht von aktuellen Zeiterscheinungen und Trends leiten zu lassen. Stattdessen legt sie den Fokus auf Arbeiten, die nicht als Massenware den Markt überschwemmen.

Seit vier Jahrzehnten kümmern sich die Mitglieder um diesen Markt, der üblicherweise mit dem Kulturhaus Osterfeld kooperiert. Weil dort die Pandemieregeln nicht so einfach umzusetzen sind, sind sie ausnahmsweise auf den Schlachthof ausgewichen.

Der Reiz des alten Gebäudes und der schönen Dinge ist ein guter Kontrast.
Ute Middel, Organisationsteam

Ute Middel vom Organisationsteam sieht ihn als eine gute Alternative an. Sie spricht gegenüber dieser Redaktion von einer „schönen Location“, die einen ganz besonderen Reiz habe. „Mir persönlich gefällt es hier sehr gut.“ Auch die insgesamt 56 Aussteller hätten diesen Ort gut angenommen: „Der Reiz des alten Gebäudes und der schönen Dinge ist ein guter Kontrast“, schildert sie die Rückmeldungen.

Aussteller aus ganz Deutschland beim Kunsthandwerkermarkt in Pforzheim

Diesen Eindruck gewannen auch die Besucher schnell, wenn sie vorbei an dem Stand mit eleganten Hüten das Gebäude betraten. Sie entdeckten die Vielfalt von Tonarbeiten, Skulpturen, Schmuck, kunstvoll verzierten Tassen und Tellern oder Teddybären.

Wir haben schon ein gewisses Niveau, das wir halten wollen.
Ute Middel, Organisationsteam

Liebevoll waren sie zusammengestellt und faszinierten auch deshalb, weil der Kreativität keine Grenzen gesetzt schienen. Die Philosophie des KIP war sofort zu spüren: bewusst auf Qualität zu achten. „Wir haben schon ein gewisses Niveau, das wir halten wollen“, sagt Middel. Meist sind es Aussteller, die früher zu Gast waren und gerne wiederkommen. Zudem sind die Mitstreiter der KIP auf anderen Märkten unterwegs und suchen nach interessanten Angeboten.

Viele Kunsthandwerker bewerben sich aber auch von sich aus. Dieses Mal war etwa ein Drittel der Aussteller zum ersten Mal dabei. Sie kamen nicht nur aus der Region, sondern aus ganz Deutschland. „Einer ist auch aus Frankreich dabei“, sagt Middel.

Schon richtet sie den Blick nach vorne: Nächstes Jahr wollen sie wieder im Kulturhaus Osterfeld sein, mit dem die KIP seit vielen Jahren eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegt. Jedenfalls, „wenn Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht“, sagt Middel. Sollte dem so sein, dann kommen sie einfach wieder in den Alten Schlachthof.

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