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14. Schach-Titel

Deutsche Schachmeisterschaft: OSG Baden-Baden festigt Status als Rekordmeister

Als klarer Favorit war die OSG Baden-Baden ins Turnier um die deutsche Schach-Mannschaftsmeisterschaft in Karlsruhe gegangen. Am Ende entschied die Weltauswahl alle Partien für sich, wobei vor allem der SC Viernheim heftigen Widerstand leistete.

Am Spitzenbrett aktiv: Vize-Weltmeister Fabiano Caruana feierte mit der OSG Baden-Baden den Titel bei der deutschen Schach-Meisterschaft in Karlsruhe. Foto: Christian Bossert

Ob der Titel Nummer 14 die gleiche Wertigkeit hat wie eine deutsche Meisterschaft unter normalen Voraussetzungen, war Patrick Bittner am Sonntagabend egal. „Titel ist Titel“, sagte der Vorsitzende der Ooser Schachgesellschaft (OSG) Baden-Baden, nachdem sein Verein auch die siebte Partie des Schachturniers in der Karlsruher Gartenhalle für sich entschieden hatte. Der Rekordmeister von der Oos festigte somit seinen Status, musste dafür aber einiges investieren.

Knapper Erfolg im Endspiel gegen Viernheim

„Es waren ganz harte fünf Tage mit tollen Wettkämpfen“, resümierte Bittner kurz nach der Siegerehrung. Der Spielplan sorgte dafür, dass zum Abschluss ein echtes Endspiel zwischen den punktgleichen OSG Baden-Baden und SC Viernheim auf dem Programm stand. Die Badener um Teamchef Sven Noppes, denen wegen der mehr erzielten Brettpunkte ein Remis genügt hätte, setzten sich gegen die ebenfalls stark aufgestellten Südhessen hauchdünn mit 4,5:3,5 durch. Fünf Einzelpartien endeten mit einem Unentschieden, Etienne Bacrot (Frankreich) unterlag, die entscheidenden Siege für Baden-Baden holten Francisco Vallejo Pons (Spanien) und Arkadij Naiditsch (Aserbaidschan).

Es war unglaublich spannend. Ein Duell auf Augenhöhe.
Patrick Bittner, Vorsitzender OSG Baden-Baden

„Es war unglaublich spannend. Ein Duell auf Augenhöhe, das wir mit Glück und Geschick für uns entschieden haben“, sagte OSG-Chef Bittner, der trotz Zitterns nie am Titelgewinn zweifelte. Den Pokal nahm Baden-Badens Spitzenspieler Fabiano Caruana entgegen. Der Vize-Weltmeister aus den USA musste im Vergleich mit Solingen eine von nur zwei Einzel-Niederlagen der OSG im gesamten Turnier hinnehmen. Eine offizielle Feier hatte die OSG trotz des zu erwartenden Erfolgs nicht vorbereitet.

Am Samstag hatte sich die OSG gegen Werder Bremen beim 5:3-Sieg schwer getan. Auch hier punktete Naiditsch, der neben dem Engländer Michael Adams seine Einzelpartie gewann, entscheidend. Eine klare Sache war hingegen das 7:1 gegen den Aachener SV. Den dritten Platz hinter Baden-Baden (14 Punkte) und Viernheim (12) belegten die SF Deizisau (10) mit Top-Talent Vincent Keymer. Dahinter folgten Bremen (8), die weiter vorne erwartete SG Solingen (6), Bayern München (4) sowie die SF Berlin und Aachen (je 1).

Bundesliga-Runde wird erst 2021 fortgesetzt

Das Turnier war vom Schachzentrum Baden-Baden mit Unterstützung der OSG Baden-Baden und der Grenke-Gruppe organisiert worden, um einen deutschen Meister 2020 zu ermitteln. Acht der 16 Erstliga-Teams nahmen daran teil. Die wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Bundesliga-Saison 2019/20 wird erst im Frühjahr 2021 fortgesetzt. Die aktuelle Tabelle führen Baden-Baden und der in Karlsruhe nicht teilnehmende SV Hockenheim punktgleich an.

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