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„Heute kann man darüber reden“ (27)

„Magic Metz“: Von Magie war beim KSC anfangs überhaupt keine Rede

Ein Dutzend Jahre war Gunther Metz der Inbegriff des treuen Abwehrarbeiters beim Karlsruher SC. „Wenn es vielleicht auch nicht genug ist, es ist immer alles“, sagt der Winzersohn aus Alzey. Als der KSC ihn los werden wollte, wurde der „Magic Metz“ geboren.

Abwehr-Schaffer: Gunther Metz (links) in seiner zweiten Saison für den KSC. Im Spiel gegen Waldhof Mannheim trennt er sich am 29. April 1988 vor dem angreifenden Damir Buric vom Ball. Foto: Ferdi Hartung/imago images

Als er im Sommer 1987 das erste Mal am Nackten Mann den Blinker setzte und dann auf das Trainingsgelände des KSC einbog, drehte Gunther Metz in seinem tiefer gelegten BMW mit den extrabreiten Reifen das Radio leise.

„Ich rollte langsam Richtung Parkplatz, die Leute sollten nicht gleich erschrecken“, weiß Metz noch. Und er erinnert sich an die Stimmfetzen, die von der Rentner-Gang um „Krücken-Charly“ an seine Ohren drangen, als er im Begriff war, seinen noch beim FCK geleasten Wagen abzustellen. „Guck e‘mol, was der für ein Auto fährt. Da sind wir mal gespannt, was das sein wird“, hörte der Neue für die Abwehr die tuschelnden Kiebitze.

„In Lautern hatte ich das kleinste Auto. Beim KSC war es eines der größten. Das waren die Verhältnisse, die mich geprägt haben. Die Jungs waren nicht etabliert in der Ersten Liga. Aber ich war mit 20 und acht Bundesligaspielen für den FCK eine der großen Nummern auf dem Hof“, erzählt Metz.

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