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Eichner von Qualitäten des Neuen überzeugt

Wimmer kommt mit klarem Auftrag zum KSC

Kevin Wimmer heißt der Neue beim KSC. Viel Zeit zum Eingewöhnen wird der Österreicher nicht bekommen, denn auf der Linksverteidiger-Position ist die Not groß. Trainer Eichner ist von Wimmers Qualitäten überzeugt.

Aus England in den Wildpark: Der Österreicher Kevin Wimmer (vorne) spielt bis Saisonende leihweise für den KSC. Unter Vertrag steht der 28-Jährige beim englischen Zweitligisten Stoke City. Foto: Yorick Jansens/imago images

Für die Januar-Überflieger begann der neue Monat weitaus unspektakulärer, als der alte geendet hatte. Bei einer Laufrunde durch den Hardtwald sollten Kapitän Jérôme Gondorf und seine Teamkollegen die Strapazen der Englischen Woche aus den Beinen schütteln.

Diese hatte am Vortag beim Sieg in Bochum (2:1) mit der optimalen Ausbeute geendet. Bereits zuvor hatte der Karlsruher SC im Januar sein Punktekonto mit Erfolgen in Würzburg (4:2), gegen Fürth (3:2) und in Kiel (3:2) sowie einem Remis gegen Heidenheim (1:1) ordentlich aufgestockt. Seit Sonntag stehen beim Zweitliga-Fünften 32 Zähler zu Buche.

Wenn für die KSC-Profis am Mittwoch die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Jahn Regensburg beginnt, wird aller Voraussicht nach auch Kevin Wimmer mitmischen. Das Leihgeschäft zwischen Wimmers Club Stoke City aus England und dem KSC, das sich wie berichtet bereits am Sonntag angebahnt hatte, ging am Montag und damit am letzten Tag der Winter-Transferperiode über die Bühne.

Wimmer ist auch eine Option fürs Abwehrzentrum

Der 28 Jahre alte Österreicher soll die Lücke links hinten schließen, die sich durch den längeren Ausfall von Dirk Carlson (Ermüdungsbruch im Kreuzbein) aufgetan hatte und die durch Philip Heises Verletzung vom Sonntag (Verdacht auf Muskelfaserriss) noch größer geworden war. Der 1,87 Meter große Wimmer, mit dem der KSC bereits im Sommer Kontakt hatte, kann auch die Innenverteidiger-Rolle einnehmen.

Zuvor hatte der KSC bereits den englischen Offensivspieler Xavier Amaechi auf Leihbasis vom Hamburger SV verpflichtet, nachdem der Österreicher Marc Djuricin überraschend um die Auflösung seines Vertrages gebeten hatte.

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Trainer Christian Eichner kennt Wimmer noch aus seiner aktiven Zeit, er hatte mit diesem vor rund acht Jahren beim 1. FC Köln zusammengespielt – Eichner als Linksverteidiger, Wimmer im Abwehrzentrum. „Er ruht in sich selbst, hat ein extrem gutes Aufbauspiel und ist zudem ein sehr robuster Spieler, der weiß, wie das Spiel funktioniert“, beschrieb Eichner seinen früheren Teamkollegen.

Nach Fröde bleibt auch Gersbeck dem KSC erhalten

Der KSC-Coach will sich in dieser Woche erst einmal ein Bild von Wimmers Fitnesszustand machen und dann entscheiden, ob dieser bereits am Sonntag (13.30 Uhr) gegen Regensburg zum Einsatz kommt. In Bochum hatte Jannis Rabold nach Heises Auswechslung links hinten ausgeholfen und dabei seine Sache gut gemacht.

Das hatte auch einmal mehr für Marius Gersbeck gegolten. Der 25 Jahre alte Torhüter spielt bislang eine starke Runde und wird den Blau-Weißen auch über die Saison hinaus erhalten bleiben. Am Montag gab der Club bekannt, dass Gersbecks Vertrag, der im Sommer ausgelaufen wäre, bis 2023 verlängert wurde. Gleiches war in der Vorwoche mit Lukas Frödes Kontrakt geschehen.

An unserer Herangehensweise verändert sich gar nichts.
KSC-Rechtsverteidiger Marco Thiede über die kommenden Spiele

Der Mittelfeldmann, der in Bochum wie in den Wochen zuvor zunächst auf der Bank gesessen hatte, könnte gegen Regensburg als Startelf-Spieler gefragt sein, da Marvin Wanitzek eine Gelb-Sperre absitzt. Glaubt man Rechtsverteidiger Marco Thiede, dann werden er und seine Kollegen die Spiele im Februar nicht anders angehen als die jüngsten Duelle mit den Spitzenteams der Liga.

„An unserer Herangehensweise verändert sich gar nichts“, versicherte Thiede mit Blick auf die kommenden Kontrahenten, die allesamt in der unteren Tabellenhälfte zu finden sind. „Wir sind nicht in der Position, einen Gegner zu unterschätzen. Das ist niemand in dieser Liga. “, betonte der 28-Jährige.

KSC kann mit Ergebnisverwaltung nicht viel anfangen

Dass sie sich nicht mit dem bislang Erreichten zufrieden gegeben hatten, war in den vergangenen Partien eine der Stärke von Thiede und Co gewesen. Auch in Bochum hatte der KSC, nachdem er nach knapp einer Stunde den Ausgleich kassiert hatte, in der Schlussphase mutig nach vorne gespielt und sich nicht auf Ergebnisverwaltung beschränkt.

Wie schon in Kiel und gegen Fürth war dies am Ende belohnt worden. „Das ist eine Stärke von uns, dass wir uns von einem Gegentor oder von einem Rückstand nicht umwerfen lassen“, erklärte Thiede, der zudem sagt: „Wenn es kurz vor Schluss unentschieden steht, dann will ich das Spiel schon noch gewinnen.“

KSC geht fast immer aufs Ganze

Das war dem KSC nicht nur in Bochum gelungen. Generell haben die Badener in ihren bisherigen 19 Begegnungen erst zweimal unentschieden gespielt. Weniger Remis hat kein Team im deutschen Profifußball auf dem Konto.

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