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Mehr Sicherheit vor Weihnachten

Corona-Schnelltests für Angehörige in Ettlingen vor Besuch im Pflegeheim gestartet

Den Angehörigen im Heim alleine lassen oder ein Corona-Risiko beim Weihnachtsbesuch eingehen? In Ettlingen muss dank Schnelltests beides nicht sein.

Sicherheit vor dem Heimbesuch : Im Stephanusstift am Stadtgarten bot das DRK Ettlingen am Mittwoch Corona-Schnelltests für Angehörige an. Foto: Heidi Schulte-Walter

Beate Hoefft ist die Erleichterung anzusehen - ihr Corona-Schnelltest hat soeben ein negatives Ergebnis gebracht. Sie hat ihn im Stephanusstift am Stadtgarten machen lassen, wo der DRK-Ortsverband mit mehreren Ehrenamtlichen am Mittwoch für Angehörige im Einsatz ist. „Ich will meine Schwiegermutter über die Feiertage besuchen, deshalb nutze ich das Angebot sehr gerne“, erzählt Hoefft.

Einige Corona-Tests habe sie 2020 schon hinter sich gebracht, inklusive einer Quarantäne, „weil ich ein Verdachtsfall war“. Ihre 94 Jahre alte Schwiegermutter habe im Stephanusstift am Robberg eine Corona-Infektion glücklich überstanden. Sie sei davon zwar noch geschwächt, indes gehe es „von Tag zu Tag aufwärts.“.

Während Beate Hoefft davon eilt, um die letzten Vorbereitungen für Weihnachten zu treffen („An Heilig Abend kommen mein Vater und die Kinder“), wartet Werner Jauch im Garten des Stifts geduldig, bis er an der Reihe ist. Auch er hat sich vorab für den Schnelltest angemeldet und sagt: „Als ich davon erfahren habe, war für mich klar, dass ich das mache.“

Die Lebensgefährtin des 83-Jährigen wohnt im Heim am Stadtgarten, und die will er die Feiertage über nicht alleine lassen. Er selbst hatte zunächst vor, den Heiligen Abend bei seinem Sohn in Nagold zu verbringen. Inzwischen hat er es sich anders überlegt und bleibt allein.

Mehr als 50 Angehörige haben sich angemeldet

Mehr als 50 Angehörige der beiden Stephanusstifte am Stadtgarten und am Robberg stehen am 23. Dezember auf der Liste, die das Team um den DRK-Ortsverbandschef Gerhard Tessen „abarbeitet“. Wer Fragen hat, kann sich an einen anwesenden Arzt wenden, ansonsten heißt es Platz nehmen, Stäbchen in die Nase und sodann 15 Minuten Geduld haben, bis das Schnelltest-Resultat vorliegt. Bis Mittag sind alle Abstriche ohne Befund. „Das ist natürlich nur eine Momentaufnahme, gibt aber eine gewisse Sicherheit“, sagt Tessen.

An der Schnelltest-Station vorbei schauen auch Oberbürgermeister Johannes Arnold und die Landtagsabgeordnete Barbara Saebel. Arnold verteilt Präsente an die ehrenamtlichen Helfer, berichtet davon, dass die Stadt zunächst mal mehr als 1.000 Schnelltests besorgt hat, 500 stellte das Land zur Verfügung.

Auch in anderen Heimen , wie dem in Spessart und in Schöllbronn, würden Angehörige mit Unterstützung des örtlichen DRK auf Covid-19 getestet, im Seniorenzentrum am Horbachpark und im Franz-Kast-Haus laufe die Testung in Eigenregie.

Niemand muss sich alleine gelassen fühlen.
Patrick Schäfer, Leiter Stephanusstift am Stadtgarten

Saebel will von Patrick Schäfer, dem Heimleiter am Stadtgarten wissen, wie die Corona-Krise derzeit bewältigt werden. Schäfer hat die gute Nachricht, dass es im Heim derzeit keine Covid-19-Fälle gibt, die Bewohner bei Verdacht und die Pflegekräfte auf Wunsch zweimal wöchentlich getestet würden. Angehörige könnten zu Besuch kommen.

Zumindest ein bisschen werde in den beiden Wohnbereichen des Hauses auch Weihnachten gefeiert. „Allein gelassen muss sich niemand fühlen“, so Schäfer. Es sei in dem 82 Betten-Heim ausreichend Personal im Einsatz über die Feiertage, die so ganz anders sein werden als alles bisher Gekannte.

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