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Vier Fragen

Wie geht es Blutkrebspatient Fredy Pfeiffer aus Karlsbad?

Aus einer Vorstufe wurde akute Leukämie, nun bekommt Fredy Pfeiffer Chemotherapie. Sein Schicksal bewegt viele Menschen in der Region – so sieht nun sein Alltag im Städtischen Klinikum Karlsruhe aus.

Der Auerbacher Fredy Pfeiffer ist eigentlich sportlich unterwegs und hofft nach seiner schlimmen Diagnose auf einen Stammzellenspender. Foto: Fredy Pfeiffer

Der an Blutkrebs erkrankte Fredy Pfeiffer wird nach der Typisierungsaktion in Karlsbad-Auerbach, wo er Vorsitzender des Sportvereins ist, inzwischen in der Klinik behandelt.

Insgesamt 315 Menschen hatten sich an der Typisierungsaktion für den an Blutkrebs erkrankten Vereinsvorsitzenden des TSV Auerbach und ehemaligen Bad Wildbader Polizeichef aus Karlsbad registrieren lassen.

Wie sein Zustand ist, fragte BNN-Redaktionsmitglied Rainer Obert Marina Miller von der Spenderneugewinnung der DKMS, ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Wie geht es Fredy Pfeiffer aktuell?
Miller

Nachdem die Krankheit von einer Vorstufe in akute Leukämie umgeschlagen ist, kam er ins Städtische Klinikum Karlsruhe und bekam eine konventionelle Chemotherapie. Wie er uns erzählt hat, spielt sich sein Alltag in der Onkologie ab. Untersuchungen, Transfusionen, Schlafen. Die Chemotherapie macht ihn sehr müde und schwach, auch seine Konzentrationsfähigkeit ist beeinträchtigt. Er vermisst sein komplettes altes Leben, ist aber guten Mutes. Schon viele Patienten sind ja im Städtischen Klinikum schon erfolgreich behandelt worden, warum soll es bei ihm nicht auch so sein.

Wie geht es denn nun weiter?
Miller

Voraussichtlich wird er die nächsten drei bis vier Wochen stationär in der Klinik sein. Nach der Zeit im Krankenhaus wäre dann eine Erholungspause angesetzt. Die Verläufe können sich unterschiedlich entwickeln. Wird ein Spender für ihn gefunden, dann dann gibt eine Bestätigungstypisierung und umfangreiche Voruntersuchungen, bevor die Spende stattfinden kann.

Ist denn die Stammzell-Typisierungsaktion vor zwei Wochen in Karlsbad schon ausgewertet?
Miller

Nein. So eine Auswertung dauert schon eine gewisse Zeit, in der Regel vier bis sechs Wochen. Erfolglos ist eine solche Aktion ohnehin nie, denn durch die Aufnahme in die Spenderkartei kann man potenziell Menschen weltweit helfen. Vor Ort solidarisch organisierte Typisierungsaktionen sind immer wertvoll und wichtig.

Wie dringend braucht Fredy Pfeiffer einen Stammzellenspender?
Miller

Klar ist: Sobald, wie in seinem Fall, die Fremdspendersuche läuft, eilt es. Das ist keine Proforma-Suche. Durch die großen Spenderkarteien können in Deutschland für neun von zehn Patienten passende Spender gefunden werden. Was nicht automatisch heißt, dass die gelisteten Personen noch gesund genug sind beziehungsweise noch spenden wollen. Es ist wichtig, immer neue Spender zu gewinnen. Eine Registrierung ist unter www.dkms.de/fredy möglich. Man bekommt dann ein Set für einen Schleimhautabstrich zugeschickt, dieser sollte dann möglichst schnell per Post kostenlos zurückgesendet werden.

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