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Markus Bechler vor Wolfgang Scharer

Bürgermeister Himmel weit abgeschlagen: Weiterer Wahlgang am 27. Juni in Malsch

Die Bürgermeisterwahl in Malsch wird erst am 27. Juni entschieden. Keiner der drei ernst zunehmenden Kandidaten holte auf Anhieb die absolute Stimmenmehrheit. Für den Amtsinhaber Elmar Himmel war es bitter.

Keine Entscheidung: Markus Bechler (links) schnitt bei der Bürgermeisterwhal in Malsch am besten ab, gefolgt von Wolfgang Scharer (rechts). Amtsinhaber Elmar Himmel kam nur auf Platz drei. Am 27. Juni wird es zu einer neuerliche Wahl kommen. Foto: Werner Bentz

Wer Bürgermeister in Malsch wird, entscheidet sich am 27. Juni. Bei der Wahl am Sonntag holte der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Malscher Gemeinderat, Markus Bechler (50), 40,5 der Stimmen, auf Platz zwei kam der Malscher Rechtsanwalt Wolfgang Scharer (45, CDU) mit 35,5 Prozent.

Mit 23,5 Prozent der Stimmen abgeschlagen erreichte Elmar Himmel (53,SPD) nur den dritten Rang. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,6 Prozent, Juxkandidat Samuel Speitelsbach blieb erwartungsgemäß mit 0,2 Prozent der Stimmen bedeutungslos. Im zweiten Wahlgang in zwei Wochen reicht die einfache Stimmenmehrheit.

Amtsinhaber Himmel hatte nach ursprünglichem Zögern dann doch beschlossen, für eine dritte Amtszeit in der 15.000 Einwohner Gemeinde zu kandidieren.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Malscher Gemeinderat, Markus Bechler, bewirbt sich um das Amt als Bürgermeister in Malsch. Foto: Markus Bechler

2005 war der Jurist aus der Ortenau bei der Bewerbung um die Nachfolge des zwischenzeitlich verstorbenen Dieter Süss (SPD) auf Anhieb erfolgreich. Er ließ sowohl den Völkersbacher Freien Wähler Horst Sahrbacher, als auch den CDU-Bewerber Martin Oberle mit 52 Prozent hinter sich.

Hier gibt es den Live-Ticker zum Nachlesen.

Vor acht Jahren hatte Himmel zunächst in einem „Herzschlagfinale“ gegen seinen damaligen Herausforderer von der CDU. Gerhard Schmidt, gewonnen.

Jurist will ins Rathaus: Wolfgang Scharer ist einer der Herausforderer von Elmar Himmel für die Bürgermeisterwahl. Foto: Wolfgang Scharer

Damals stimmten 50,2 Prozent er Wähler für den Amtsinhaber, 48,1 Prozent wollten einen Wechsel an der Spitze der Gemeinde. Ein Protestkandidat aus Hannover kam auf 1,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag im Sommer 2013 bei 57,2 Prozent.

Verwaltungsgericht erklärte Wahl vom Sommer 2013 für ungültig

Die Wahl wurde aber im Folgenden vom Verwaltungsgericht Karlsruhe kassiert und für ungültig erklärt. Bürger hatten geltend gemacht, im Wahllokal im Rathaus Sulzbach sei nicht für die gesetzlich vorgeschriebene geheime Wahl gesorgt gewesen, und hatten damit Erfolg.

Elmar Himmel bewirbt sich für eine dritte Amtszeit als Bürgermeister in Malsch. Foto: Elmar Himmel

Es gab infolgedessen einen neuerlichen Urnengang im Dezember 2013, bei dem Himmel dann deutlich die Nase vorn hatte.

Bei Wahl im Dezember 2013 klarer Sieg für Himmel

Mit gut 57 Prozent Stimmen ließ er Gerhard Schmidt deutlich hinter sich.

Der zwischenzeitlich nicht mehr in der Malscher Kommunalpolitik aktive vormalige Gemeinderat Schmidt brachte es auf 43,7 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag mit 62,5 Prozent höher als im Sommer. Himmel sprach am Wahlabend von einem „guten Ende des Jahres 2013“.

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