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Beraterin aus Marxzell berichtet

Abstandhalten unmöglich: Blinde und Sehbehinderte erleben in der Corona-Zeit doppelte Einschränkungen

Wer andere Menschen nicht erkennt geschweige denn die Entfernung zu ihnen nicht abschätzen kann, hat es in der Corona-Zeit doppelt schwer – Abstandhalten ist unmöglich. Auch fehlendes Verständnis sei ein Problem, sagt Blindenberaterin Inge Stumpp.

Auf den Stock ist sie angewiesen: Inge Stumpp aus Marxzell ist seit 28 Jahren blind. In Karlsruhe berät sie andere Betroffen und deren Angehörige. Foto: Julia Trauden

Der Gang zur Metzgerei oder zum Bäcker ist für Inge Stumpp in der Corona-Zeit schwieriger geworden. Denn seit die Pandemie Abstandhalten zur obersten Devise macht, darf sich dort gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aufhalten. Ein Schild am Eingang weist auf die Regelung hin – doch Stumpp kann es nicht lesen. Auch das Ende der Schlange, in der die Wartenden anstehen, erkennt sie nicht.

Viele können nicht ohne Begleitpersonen fortgehen.
Inge Stumpp, Blinden- und Sehbehinderten-Beraterin

„Viele können nicht ohne Begleitpersonen fortgehen“, schildert die Marxzellerin die Situation der Sehbehinderten und Blinden in der Corona-Zeit. Das sei vor allem für diejenigen schwierig, die nicht auf die Unterstützung von Angehörigen setzen können.

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