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Anderthalb Jahre nach Fertigstellung

Neue Mensa am Schulzentrum Ettlingen hat den Betrieb aufgenommen

Im September war kurzfristig der Caterer abgesprungen, binnen fünf Wochen konnte jedoch eine Übergangslösung gefunden werden: Seit Montag können Schüler und Lehrer in ihrer neuen Mensa die Mittagspause verbringen.

Die Luftballons von der Eröffnung hängen noch: Anfang der Woche hat die neue Mensa am Ettlinger Schulzentrum den Betrieb aufgenommen. Foto: Julia Trauden

Rostbratwürstchen mit Kartoffelpüree und Gemüse, Tomatencremesuppe mit Reis oder doch lieber die vegane Falafel-Salatbowl?

So eine große Auswahl hatten die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Realschule und des Albertus-Magnus-Gymnasiums in der Mittagspause schon lange nicht mehr.

Seit Montag hat nun die neue Mensa am Schulzentrum eröffnet und bietet Schülern und Lehrern jeden Tag bis auf Freitag eine Auswahl von drei Gerichten, Dessert inklusive.

Erster Caterer war kurzfristig abgesprungen

Nachdem der ursprünglich vorgesehene Caterer nicht wie geplant Anfang Oktober mit dem Betrieb starten konnte, hat man eine Übergangslösung gefunden.

Die Firma ES Catering aus Weingarten wird das Schulzentrum laut Realschulrektorin Claudia Rödiger noch bis Ende des Schuljahres im Sommer 2022 beliefern. Das Aufwärmen und die Ausgabe der Speisen übernimmt ein anderer Dienstleister.

170 Essen gingen am ersten Tag über die Theke

Bei Schülern und Lehrern kommt das neue Angebot gut an. „Am Montag sind 170 Essen weggegangen, am Dienstag 200“, hat sich der Ettlinger Oberbürgermeister Johannes Arnold (Freie Wähler) erzählen lassen, „und alle Teller wurden leer gegessen“.

Viel Betrieb an der Ausgabetheke: Die Mitarbeiterinnen des Dienstleisters Mensa Service haben am Mittwoch alle Hände voll zu tun. Foto: Julia Trauden

Mit einer dreistelligen Anzahl an Gerichten, die täglich ausgegeben werden, rechnet auch Ingo Eble vom Bildungsamt der Stadt. Die Kosten für den Betrieb der Mensa, inklusive Reinigung und Energiekosten, schätzt er auf rund 10.000 Euro im Monat.

Alle Teller wurden leer gegessen.
Johannes Arnold, Oberbürgermeister Ettlingen

Dominik und Erik (beide 12) haben am Mittwochmittag gerade ihre Portion Kartoffelbrei mit Würstchen und Gemüse verdrückt und nagen jetzt an ihren Äpfeln, die es als Dessert dazu gab.

Gleich geht es für die beiden Sechstklässler weiter in die Umwelt-AG und in die Theater-AG.

„Ich find’s ganz gut, dass wir jetzt nachmittags hier essen können“, sagt Dominik. Bisher habe er sich sein Mittagessen immer mitbringen müssen. „Wir dürfen als Sechstklässler nachmittags noch nicht in die Stadt“, erklärt er. Das sei erst ab der Siebten erlaubt.

Schülerinnen loben gesundes Essen

„Sehr toll“ findet die zwölfjährige Sarah das Mensamenü: „Im Essen ist sehr viel Variation“, sagt sie. „Es gibt eine Auswahl zwischen vegetarischen und Fleischgerichten“, und außerdem sei immer ein Nachtisch dabei.

„Es ist auch gesund“, zählt ihre Mitschülerin Matti einen weiteren Vorteil auf. „Viel besser als in der alten Mensa. Da gab es alle drei Wochen die gleichen Gerichte.“

Im Essen ist sehr viel Variation.
Sarah (12), Schülerin

Und die Lehrer? Denen schmeckt’s auch. Johannes Seeger hat seine Salatbowl schon fast aufgegessen, Kollege Manuel Seckinger hat sich für die Würstchen-Püree-Kombination entschieden.

„Es ist ein Gewinn für die Schule“, meint Seeger zur Mensa, die anderthalb Jahre nach Fertigstellung nun endlich in Betrieb gehen konnte. „Wir haben beide vor, hier jetzt häufiger zu essen“, fügt Seckinger hinzu.

Trennwände und Abstand

Damit sich die hungrigen Besucher in der Mensa nicht zu nahe kommen, stehen die Tische weit auseinander, Trennwände unterteilen die Bereiche für Gymnasiasten und Realschüler.

Damit es nicht zu eng wird, werde man Schichtpläne für den Mensabesuch aufstellen und den Stundenplan anpassen, sagt Realschulrektorin Rödiger.

Langfristige Lösung ab dem nächsten Schuljahr

Bis zum nächsten Schuljahresbeginn soll über eine europaweite Ausschreibung ein Caterer gefunden sein, der sich für längere Zeit verpflichtet.

Die zeitaufwendigere europaweite Ausschreibung sei notwendig, weil der Angebotswert die Summe von 215.000 Euro überschreite, erklärt OB Arnold.

Wichtig seien bei der Auswahl des Caterers Kriterien wie Regionalität und Qualität, das Essen soll gesund sein und nicht von weit her geliefert werden.

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