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Nur an eine Familie und eine weitere Person

Skilift in Dobel wird stundenweise vermietet

Mit dem großen Skivergnügen wird’s coronabedingt nichts, aber in Dobel gibt es neuerdings wie in anderen Skiorten das Angebot, den Lift stundenweise zu mieten.

In Betrieb, aber wenn man ihn mietet: Der große Skilift in Dobel. Stundenweise läuft er, mieten kann ihn eine Familie und eine weitere Person. Mehr geht coronabedingt nicht. Foto: Archiv: Sabine Zoller

Enzklösterle und Kaltenbronn sind vorgeprescht, Dobel hat jetzt nachgezogen: Die Interessengemeinschaft (IG) Skilift vermietet dort stundenweise den Schlepplift am Ende der Wildbader Straße (Richtung Eyachtal).

Das Wintersportvergnügen gibt es nur coronakonform, was bedeutet, dass eine Familie und eine weitere Person aus einem anderen Haushalt gemeinsam unterwegs sein dürfen und den Hang hinunterwedeln können. „Für alle anderen bleibt das Gelände gesperrt“, so Matthias Neufeld von der IG.

Die Interessengemeinschaft kümmert sich seit Jahren um die rund 250 Meter lange Liftanlage und deren Instandhaltung, Betreiber ist die Gemeinde Dobel.

Die Miete kostet 50 Euro pro Stunde

Sowohl Neufeld als auch Bürgermeister Christoph Schaack sprechen davon, dass es „keinesfalls darum geht, in Corona-Zeiten Touristen von weiter her in unseren Kurort zu locken“. Das Angebot sei vor allem für Dobler Familien gedacht, von denen einige „das Skifahren auf dem Hang gelernt haben“.

Die Miete kostet pro Stunde 50 Euro. Den verglichen mit anderen Skiliften im Schwarzwald günstigen Preis begründet Neufeld damit, dass der Lift verhältnismäßig kurz und damit auch der Hang nicht sonderlich lang ist. Bewusst habe man sich dafür entschieden, den Doppelbügellift nicht an Wochenenden zu öffnen, sondern die Mietstunden nur unter der Woche anzubieten, und zwar von derzeit 15 bis 19 Uhr.

Ehrenamtliche an der Berg- und Talstation

Skifahren in den Abendstunden ist deshalb möglich, weil Flutlicht vorhanden ist. Die Schneehöhe betrug am Montag 30 Zentimeter. Mit der stark limitierten Vermietung seien nicht wirklich Einnahmen zu erzielen, sagt Matthias Neufeld. Auch wenn ehrenamtliche Helfer an der Tal- und an der Bergstation im Einsatz sind, „entstehen uns ja auch Kosten“. Es sei „wirklich schade“, dass ausgerechnet in diesem „hervorragenden Winter“ kein oder nur minimaler Liftbetrieb möglich sei.

Die Helfer von der IG machen einen tollen Job.
Christoph Schaack, Bürgermeister Dobel

Rathauschef Schaack betonte, die IG-Helfer machten in punkto Lift einen „tollen Job“ und hätten entscheidend dazu beigetragen, dass der Lift 2020 nach mehreren Jahren Stillstand wegen eines Seilrisses wieder einsatzbereit war. Da fehlte fürs Skivergnügen aber der Schnee. Auch der TÜV habe angeraten, den Lift laufen zu lassen, um zu sehen, ob er weiterhin funktioniert.

Er habe den Eindruck, dass es mit der stundenweisen Vermietung keine Probleme gebe. Die Absperrungen am Hang für unbefugte Nutzung seien vorhanden „da kann sich keiner reinmogeln“. Scherzhaft fügte Schaack hinzu: „Von meinem Esszimmer aus habe ich den Lift und das Geschehen immer im Blick.“ Das Mietangebot, das gut gebucht ist, dauert zunächst mal bis einschließlich Mittwoch, danach soll Tauwetter einsetzen.

Infos zu Mietmöglichkeiten gibt es auf der Facebookseite des Skilifts Dobel

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