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Sichere Lösung für Millionen Jahre gesucht

Entsorgungsforschung am KIT: Wie werden wir den Atommüll wieder los?

Was auch immer passiert, die strahlenden Reste der Kernenergie müssen auch in Millionen Jahren noch sicher gelagert werden. Wie geht das? Mögliche Antworten findet man im Institut für Nukleare Entsorgung des KIT.

Experimente am hochradioaktiven Atommüll: In den abgeschirmten „Heißen Zellen” des Instituts für Nukleare Entsorgung des KIT in Eggenstein-Leopoldshafen untersuchen die Wissenschaftler die Auswirkungen der Strahlung auf verschiedene Substanzen. Foto: Rake HORA

Die Aufgabe ist so groß, dass sie das Vorstellungsvermögen kaum fassen kann. Ein Atommüll-Berg soll von der Erdoberfläche verschwinden und nie wieder für Menschen eine tödliche Gefahr darstellen. Es ist unmöglich, heute vorherzusagen, welche Technologien, Klimabedingungen und Gesellschaftsformen es auf dem Planeten in 500 Jahren geben wird. Im Fall der toxischen Reststoffe aus der Kernenergie brauchen wir jedoch Gewissheit.

Horst Geckeis traut sich diese Prognose zu: Die zukunftssichere Lösung für das Problem der nuklearen Abfälle in Deutschland liegt unter unseren Füßen. „Nach vielen Jahrzehnten Forschung gibt es bisher, auch international gesehen, keinerlei Erkenntnisse, die das Konzept der tiefengeologischen Endlagerung infrage stellen würden”, sagt der Leiter des Instituts für Nukleare Entsorgung (INE) im Gespräch mit den BNN. „Die Zeichen stehen also auf Grün.”

Doch damit fängt eine große wissenschaftliche Herausforderung gerade erst an: Rund 100 Mitarbeiter und Studenten des Instituts auf dem Campus Nord sind derzeit damit beschäftigt, das Verhalten des Atommülls und der Stoffe, die er freisetzt, im Wirtsgestein in hunderten Metern Tiefe besser zu verstehen. Sie liefern Erkenntnisse, von denen wohl noch unzählige Generationen profitieren werden und die eine solide Faktenbasis für den politischen Prozess der Endlagersuche bilden sollen.

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