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Aktivisten stellen Zelte auf

Klima-Protestcamp auf dem Karlsruher Schlossplatz: „Wir bleiben, bis ihr handelt!“

Die Klima-Aktivisten haben ein klares Ziel. Mit dem Protestcamp auf dem Karlsruhe Schlossplatz wollen sie nicht nur ein Statement abgeben, sondern auch in Dialog mit der Politik treten.

Für mehr Klimaschutz stehen jetzt Zelte: Das Protestcamp auf dem Karlsruher Schlossplatz fordert ein schärferes Konzept, um die Klimaziele zu erreichen. Foto: Jörg Donecker

Aktivisten von Greenpeace, Fridays for Future und der Seebrücke haben in Karlsruhe ein Protestcamp aufgebaut. Bei der Eröffnungskundgebung am Samstagnachmittag auf dem Karlsruher Schlossplatz war ein bunt gemischtes Publikum anzutreffen. Mit Maske und Abstand fanden sich Aktivisten und Interessierte zusammen und machten musikalisch und mit lauten Sprechchören auf sich aufmerksam.

Rednerin und Aktivistin Paula Kanzleiter von Fridays for Future begann mit einer Rückblende über das vergangene „Rekordjahr der Katastrophen“ und zählte die Klima- und Umweltkatastrophen aus 2020 auf.

„Es wird nicht besser werden“, verkündete sie. Eine sozial gerecht gestaltete Klimapolitik der Stadt und ein schärferes Klimaschutzkonzept forderten deshalb die Protestcamper.

Bis zu 50 Aktivisten arbeiten beim Protestcamp in Karlsruhe zusammen

Der Gemeinderat müsse sich klar und konsequent an der 1,5°C-Grenze orientieren. Jedoch wurde auch in die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen in Sachen Klimaschutz appelliert.

Neele Haß ist eine der Organisatoren, mit ihr kümmerten sich circa 40 bis 50 weitere Aktivisten um das Protestcamp. Diese waren unter anderem von Greenpeace, der Seebrücke, dem Klimakollektiv oder Fridays for Future. Es waren jedoch auch Helfer anzutreffen, die keiner Organisation angehören.

Junge Klimaaktivisten wollen mit Stadräten in Dialoge treten

Der Appell an die Karlsruher Politiker war nicht zu übersehen. Neben acht Schlafzelten, welche jeweils von einer Person genutzt wurden, standen auch eine Hygienestation sowie ein Material- und Aufenthaltszelt auf der Seite des Schlossplatzes. Haß und ihre Mitstreiter hofften mit dem Protestcamp eine „Diskussionsstätte zu schaffen und mit den Stadträten in Dialog treten“ zu können. In Planung sei auch das Abhalten verschiedener Workshops.

Von Seiten der Polizei, welche am ersten Tag vor Ort war, gab es bisher keine Beanstandungen. Polizeibeamter Eberle sprach von „absolut friedlichen“ Verhältnissen. Wie lange das Camp steht, weiß momentan noch keiner genau zu beantworten. Für die Klima-Aktivisten aber ist klar: „Wir bleiben, bis ihr handelt!“

Über neue Leute, welche sich anschließen und mitgestalten möchten freue man sich, lautet die Ansage der Redner. Zudem könne man mit Essens-, Geld- oder Sachspenden die Klimaschützer vor Ort unterstützen. Zu den täglich stattfindenden Plena um 19.30 Uhr seien alle herzlich eingeladen.

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